Mancher mag dabei an den 11. September denken, als im Luftraum über den Vereinigten Staaten nichts mehr ging. Doch am derzeitigen Bodenkontakt vieler europäischer Maschinen sind keine Bombenleger Schuld, sondern schlicht und ergreifend ein Vulkanausbruch in Island. 60 Prozent aller Flüge werden heute ausfallen aufgrund eines Naturphänomens. Betroffen sind unter anderem London Heathrow, Europas größtes Luftdrehkreuz und der Frankfurter Flughafen.
Die Asche des Vulkans stellt eine Gefahr für den Flugverkehr dar, weil sich die winzigen Partikel auf den Triebwerksschaufeln festsetzen können, bis diese nicht mehr funktionieren. Zudem wirkt die Asche wie ein Sandstrahlgebläse, dass alle Oberflächen zerkratzt, Messgeräte und Sensoren beschädigt. Fliegen ist unter diesen Bedingungen selbstverständlich nicht möglich. Bis jetzt ist noch nicht abzusehen, wie lange der Flugverkehr beeinträchtigt bleibt. Die wirtschaftlichen Verluste sind definitiv riesig. Heut morgen gab es schon die ersten Spekulationen darüber, wie sich der Vulkanausbruch auf die Börsenwerte der Fluglinien auswirkt…
Aus meiner Sicht ist es mal ganz hilfreich, wenn die Menschen ab und zu mitbekommen, dass sie die Natur eigentlich nicht beherrschen, sondern fest in ihrer Hand sind. Daran, dass viel zu viel geflogen wird, gibt es keinen Zweifel. Einer der Gründe dafür ist der extreme Preiskampf zwischen den Linien. Eine Besteuerung des Kerosins könnte da ein wenig abhelfen. Treffen würde es die Wohlsituierten, denn der „Normalbürger“ fliegt wohl selten öfter als einmal im Jahr – und zwar in den Urlaub (und zurück). Dass es die Begüterten treffen würde, ist wohl auch einer der Gründe dafür, dass sich der Staat beim Flugbenzin zurück hält. Eine gute Lobbyarbeit hat noch nie geschadet…
Nachtrag:
In den letzten Tagen wurden Stimmen laut, dass das Flugverbot nicht gerechtfertigt sei, da die Warnungen nur auf Computersimulationen beruhen und die Wirtschaft quasi aufgrund von Vermutungen behindert würde. Ganz so ist es aber dann doch nicht, wie sich in diesem Artikel bei heise.de nachlesen lässt…
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[New Post] Europa unter Asche – via @twitoaster http://www.peer-spektive.de/wirtschaft/e…
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Nach dem Vorfall mit dem Vulkanausbruch auf Island zeigt es sich, dass meine Blog URL doch nicht so falsch ist. Fast der ganze Flugverkehr ist lahmgelegt, es ist Zeit zu erwachen. Woher kommen diese Umweltkatastrophen in letzter Zeit, wie Mega Winter, Vulkanausbrüche, etc. Wir sollten langsam auf unsere Umwelt achtgeben. Wir haben nur die eine Umwelt.
Ich gebe Ihnen Recht, wobei ich im konkreten Fall keine menschliche Ursache sehe. Vulkanausbrüche gibt es halt immer mal wieder. Für mich ist das eher eine Warnung bzw. der Wink mit dem Zaunspfahl, dass wir nicht gegen die Natur agieren können…
Was ich erschreckend finde zu sehen ist, wie Abhängig die Wirtschaft von der Fliegerei ist. Da droht in einigen Bereichen schon der Stop der Produktion, was für mich doch unfassbar ist, sollte sich keiner in eine solche Abhängigkeit begeben. Was passiert wenn es einigen Terroristen gelingt den Flugverkehr für mehrere Wochen lahm zu legen? Dann bricht das Wirtschaftssystem wahrscheinlich total zusammen, was ja nicht der Sinn eines Wirtschaftssystems sein kann. Oder sehe ich das falsch?
Ich hatte vorgestern einen Bericht im Radio gehört – ganz so schlimm ist es mit dem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems nicht. Mit dem Flugzeug werden hauptsächlich Luxusgüter befördert aber auch zum Beispiel frischer Fisch (damit er frisch bleibt). Also wenn das alles wegfällt, geht die Wirtschaft nicht zugrunde. Gelegentlich werden auch wichtige Maschinenteile etc. transportiert, wenn es zum Beipsiel eine Havarie gegeben hat und schnell repariert werden muss. Im Normalfall ist das Fliegen von Waren eigentlich zu teuer. Viel heftiger wirkt sich das Ganze beim Personentransport aus…
Wo es Verlierer gibt, da sind auch immer die Gewinner nicht weit. In diesem Fall sind es die Autovermieter…