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	<title>Peer Spektive &#187; Kommentarfunktion abgeschalten</title>
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	<description>kommentiert die Welt.</description>
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		<title>Vandalismus zerstört Vielfalt</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 08:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kommentarfunktion abgeschalten]]></category>
		<category><![CDATA[Vandalismus im Netz]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Ton in Internetforen zum Teil recht rüde ist, fällt jedem auf, der sich auf ebenjene Diskussionsebene begibt. In der (vermuteten) Anonymität, versteckt hinter einer virtuellen Persönlichkeit meint Mancher die einfachsten Regeln des guten Anstandes nicht beachten zu müssen. Da wird gepöbelt, beleidigt und diffamiert, was die Tastatur hergibt. Zugegebenermaßen das Medium erleichtert auch Missverständnisse, denn ganz ohne jeden Gesichtsausdruck oder Unterton kommt sicher auch vieles falsch an, oft härter und boshafter als es gemeint ist – der Internetuser kann sich deshalb einer Reihe so genannter Emoticons bedienen – kleiner Symbole, die stellvertretend mit dem Auge zwinkern, lächeln oder böse schauen.<br />
Doch gerade viele Technikabhängige, die kaum hinter ihren Geräten hervorkommen, nutzen Foren oder Kommentarfunktionen, um ihren Frust an der Welt abzubauen. So ist dies offensichtlich auch im Forum der Technik-Seite <a href="http://www.engadget.com" target="_blank">engadget.com</a> geschehen, was Chefredakteur Joshua Topolsky dazu veranlasst hat, zumindest vorübergehend die <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/4/147029" target="_blank">Kommentarfunktionen abschalten</a> zu lassen. Angesichts dieser Tatsache erregt sich die Internetgemeinde und hat umgehend die böse Zensurkeule zur Hand. Ich sehe das nicht so und gebe Topolsky Recht, wenn er sagt: „Some of you out there in the world of anonymous grandstanding have gotten the impression that you run the place, but that’s simply not the case.” Gerade im Netz muss man ab und zu zeigen, wer der Herr im Hause ist. Denn dass, was viele Pöbelkommentatoren nicht begreifen zu scheinen, ist, dass niemand verpflichtet ist, die geliebten Dienste aufrecht zu erhalten. Wenn für die Betreiber Kosten und Nutzen – nicht nur die finanziellen, auch die emotionalen – in keinem Verhältnis mehr zueinander stehen, dann haben sie auch das Recht, das Handtuch zu werfen und davon hat letztendlich niemand was. Wenn Einige die Freiheit des Web2.0 nur dazu nutzen, Dampf abzulassen, dann wird auf Dauer ein Teil der Möglichkeiten zur Partizipation wieder verschwinden. Mancher mag denken, dass sich die Anbieter das überhaupt nicht leisten können aber das ist ein Trugschluss. Wer kann mit Sicherheit sagen, ob in zwanzig Jahren z.B. WordPress noch existiert und ob eine in viele kleine und Kleinstanbieter zerfallende Bloggerlandschaft dann noch zum Mittun einlädt. Schon jetzt geben sicher auch nicht wenige Privat-Schreiber auf, wenn sie sich ständig Anfeindungen ausgesetzt sehen. Der Vielfalt tut Vandalismus auf jeden Fall nicht gut. Wem irgendwas nicht passt, der kann und soll das sagen aber auf eine Weise, dass die Kritik als solche ankommt. Wer mit seinen Hassgefühlen auf die Welt nicht klar kommt, der nehme am nächsten Marathon teil, hacke Holz, gehe headbangen bei einem Metalkonzert oder werde Mitglied im lokalen Boxclub. Körperliche Aktivität ist immer noch das beste Mittel gegen Aggressionsstau. An Regeln wird er sich trotzdem halten müssen&#8230;</p>
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