Geistiges Eigentum vs. Netzfreiheit
Geschrieben von Peer in aktuell, Internet, tags: #heveling, ACTA, Ansgar Heveling, Netzzensur, SOPADerzeit läuft gerade eine heftige Diskussion im Netz über die, unter dem Banner des Schutzes von geistigem Eigentum”, vorangetriebene Netzzensur – Stichworte SOPA und ACTA. Während die Netzgemeinde im Kampf gegen das US-amerikanische SOPA-Gesetz gerade (vorübergehnd)einen Sieg errungen hat, hat das EU-Parlament gerade mit dem Ratifizierungsprozess für ACTA begonnen. U.a. die Kampagnen-Plattform Avaaz macht dagegen mobil.
Lautstark in die Diskussion eingemischt hat sich am Montag der CDU-Hinterbänkler Ansgar Heveling, der mit markigen Worten verkündet: “Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!” Brisant daran ist vor allem, dass Heveling Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ ist, einer Kommission, welche die Auswirkungen des Internets auf Politik und Gesellschaft untersuchen soll. Das ist in etwas so, als wenn ein fundamentaler Christ sich über die gesellschaftlichen Wirkungen des Atheismus äußern sollte. Auch wenn viele Netzaktivisten Heveling jetzt mangelnde Sachkenntnis vorwerfen, so glaube ich, das sein Problem eigentlich ein anderes ist: Er will die Zeit zurückdrehen, weil er das Netz vor allem als Bedrohung sieht, als Bedrohung der Welt, wie er sie gern hätte.
Im Netz kursieren schon zahllose boshafte Kommentare, bei Twitter hat es Heveling schon zu einem eigenen Hashtag geschafft. #hevelingfacts. Und auch eine satirische Replik gibt es schon, die die Absurdität der Hevelingschen “Argumentation” bloß stellt.

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