Archiv für die Kategorie: “Bildung & Wissen”
Initiative Nachrichtenaufklärung kürt die Top Ten der vernachlässigten Themen 2009
Jeden Tag versorgen uns die Medien mit zahllosen Nachrichten aus aller Welt, von wichtigen politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Erfolgen, Natur- und anderen Katastrophen, Sportereignissen, Promischicksalen und vielem mehr. Doch sind wir uns eigentlich immer sicher, dass das, was uns da präsentiert ist, wirklich wichtig ist? Neben all denen, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung im Rampenlicht stehen oder durch das Schicksal schlagartig in ebenjenes gezerrt werden, gibt es viele Menschen, die unbeachtet von all dem Rummel mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben. Und es gibt Sachverhalte, die durch die einseitige Darstellung in der Öffentlichkeit auch nur einseitig diskutiert werden.
Die Initiative Nachrichtenaufklärung hat sich zum Ziel gesetzt, wichtige Nachrichten und Themen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden, stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Zu diesem Zwecke kürt der Verein seit 1997 die „Top Themen des Jahres“, also die zehn wichtigsten Themen, welche die Initiative für unterrepräsentiert in den Medien hält. Themenvorschläge kann jedermann einreichen, eine Jury wählt die Top Ten aus. In diesem Jahr gehört dazu unter anderem die Tatsache, dass Pflegebedürftige oft allein gelassen werden, wenn sie ins Krankenhaus müssen (Platz 1). Ebenfalls unglaublich und Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen kaum eine Meldung wert, ist der Umgang der staatlichen Rechtspfleger mit der UN-Konvention, welche die zwangsweise Einweisung von Menschen in die Psychiatrie verbietet (Platz 2). Bemerkenswert für die Juroren der Initiative ist unter anderem auch, dass die anhaltende Kriegsberichterstattung von zivilen Friedensstrategien ablenkt oder dass es kaum Meldungen über rechtswidrige Anwendung von Polizeigewalt in Deutschland gibt.
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Ich bin ich einer Zeit aufgewachsen, als man sich noch Briefe schrieb. Telefone gab es zwar auch schon aber die standen dann meist an einer zentrale Stelle im Wohnzimmer oder im Flur und wer sich mit seiner Freundin oder dem Freund unterhalten wollte, musste immer gewahr sein, dass die Eltern interessiert zuhören. Heute hat (fast) jede(r) Zwölfjährige schon ein Handy und so schwatzt man halt darüber, so lange noch Guthaben auf der Karte ist. Besonders aber, wenn der Gesprächspartner bei einem anderen Anbieter unter Vertrag steht, kann das ganze schön teuer werden. Das Internet ist da eindeutig die preisgünstigere Alternative.
Emails sind zwar reichlich schnell, für eine Echtzeit-Kommunikation ist das Medium aber ungeeignet. Direkter Kontakt lässt sich mittels eines Chat herstellen, wobei zwischen drei Arten von Chats unterschieden wird. Für Laien am einfachsten zu bedienen sind Webchats, die ohne zusätzliche Software im Browser laufen. Neben den einfachen Textchats sind dank schnellerer Internetverbindungen mittlerweile auch Audio- und Videochats möglich – eine Internet-Flatrate ist bei den gewaltigen Datenmengen jedoch von Vorteil, sollen die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.
Persönlich ziehe ich reine Textchats vor; die Vorstellung, dass mir jemand beim Videochat ins heimische Wohnzimmer schaut, gefällt mir nicht. Eine sicher auch altersbedingte Hemmschwelle. Welche Chat-Plattform die richtige ist, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Entscheidend sind die persönlichen Interessen des Chatters, ob er nur allgemein über Gott und die Welt quatschen will, Freunde oder einen Partner sucht oder Gleichgesinnte, um sich über ein spezielles Thema auszutauschen. Zum Glück gibt es aber so ziemlich für jeden Geschmack das passende…
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Wenn Menschen zu Tode kommen ist das Alles andere als lustig, da sind sich sicher die meisten einig. Trotzdem hat die Organisation „Darwin Award“ weltweit zahlreiche Fans, denn die hier zusammengetragenen Arten des Ablebens zeigen, dass es der „Krone der Schöpfung“ häufig genug an Intelligenz fehlt. Geehrt werden besonders schwachsinnige Zeitgenossen, die sich dank ihrer Blödheit ins Jenseits befördert haben und damit ihre Erbanlagen dem menschlichen Genpool entzogen. Die Hoffnung der Preisverleiher: Die menschliche Dummheit möge Dank dieser heldenhaften Selbstentleibung aussterben. Doch auch 2009 fanden die „Darwinisten“ wieder ihre Preisträger, die zum Anfang des neuen Jahres geehrt werden.
Hier einige der aktuell Nominierten (die ihren Preis leider nicht persönlich in Empfang nehmen können):
Ein Räuber aus South Carolina scheidet dahin, weil er sein Gesicht mit einer Goldfarbe aus der Sprayflasche unkenntlich gemacht hat. Dummerweise ist die Farbe extrem giftig; eine Information die als Warnhinweis auf der Flasche steht…
Ein ungeduldiger New Yorker schmort sich selbst an einer Starkstromleitung. Selbige ist nach einem Sturm beschädigt und der ungeduldige Mann hat einfach keine Lust zu warten, bis die Profis das Teil reparieren. Also nimmt er die Sache selbst in die Hand… und sich das Leben.
In Quebec versucht eine junge Frau den Bus zu erreichen. Sie rennt in ein für Fahrgäste verbotenes Wendeareal und wird dort vom Bus mitgenommen… Nur halt anders, als sie sich das vorgestellt hat…
Eine Frau in South Carolina fährt bei extrem starken Regenfällen und Überschwemmungen mit ihrem Moped durch die Gegend, um Bier zu holen. Sie missachtet alle Absperrungen und Hinweise und rauscht selbstbewusst an der Highway Patrol vorbei, um dann ins gefährliche Wasser zu fallen. Die Polizisten retten sie, belehren sie und lassen daraufhin die Dame eine Weile unbeaufsichtigt. Die nutzt die Gelegenheit, um sich erneut in den Strom zu stürzen und dort endgültig zu ertrinken…
Ein Mann in York, Großbritannien, versucht allein, ein massives Gartendach abzureißen. Der Held der Arbeit hat Erfolg mit seinem Vorhaben. Dummerweise gelingt es ihm dabei aber nicht, rechtzeitig Abstand zu gewinnen und so (ver)endet er unter den Resten des Dachs…
Wer jetzt denkt: „Mir könnte so was nie passieren“, der gehe bitte tief in sich. Sind wir wirklich immer so vernünftig, wie wir glauben? Oder sind wir doch alle potentielle Darwin Award-Gewinner?
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Bereits im Jahr 1824 entdeckte der französische Mathematiker und Physiker Jean Baptiste Joseph Fourier den „Glashauseffekt“, 1958 begann der US-Klimaforscher Charles D. Keeling mit der systematischen Erforschung der globalen Erwärmung. Weitere Jahrzehnte dauerte es, bis die Klimaerwärmung von großen Teilen der Forschung als Fakt akzeptiert wurde. Und erst langsam setzt sich auch in breiten Teilen der Bevölkerung die Auffassung durch, dass uns ein Klimawandel bevorsteht, der für die ganze Menschheit dramatische Folgen haben kann. Nur noch wenige Skeptiker zweifeln daran, dass die sich abzeichnende Erwärmung menschengemacht und keine „statistische“ Schwankung ist. Ein paar Unbelehrbare freuen sich halb im Scherz darüber, dass es bei uns in Europa wärmer wird, doch auch diesen Zeitgenossen sollte aufgefallen sein, dass sich zum Beispiel Unwetter und Klimaanomalien häufen. Vom unbeschwerten „endless summer“ kann also keine Rede sein, ganz zu schweigen davon, dass die heimische Vegetation als Basis unserer Ernährung und Erholung Schäden von einer dauerhaften Erwärmung davontragen würde. Es ist also allerhöchste Zeit, etwas zu tun.
Als wesentliche Triebkraft der Klimaerwärmung wurde das durch Verbrennungsprozesse fossiler Rohstoffe freigesetzte Kohlendioxid identifiziert. Die logische Schlussfolgerung daraus liegt auf der Hand: Es gilt den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Dies kann durch Substitution geschehen oder aber durch Einsparung.
Die große Trägheit der natürlichen Systeme hat zur Folge, dass wir das Kohlendioxid in der Atmosphäre nicht von heute auf morgen reduzieren können. Selbst wenn ab dem morgigen Tag kein Gramm CO2 mehr ausgestoßen würde, dauerte es ca. 20 Jahre, bis der Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre gestoppt wäre, erst dann würde sie langsam wieder absinken. In der Realität waren wir jedoch noch nie so weit von einer Kohlendioxid-Reduktion entfernt wie zur Zeit! Wissenschaftler befürchten, dass irgendwann auch „nichtlineare Effekte“ eintreten. So könnten die Ozeane als größte globale CO2-Speicher wegfallen, weil das Lösungsvermögen für das Treibhausgas erschöpft ist.
Sollte die Lage kritisch werden, erinnert sich die Menschheit mit Sicherheit an ihre Kohlendioxidfreien Methoden zur Energieerzeugung. Dass die „CO2-freie“ Verbrennung von Kohle oder Öl nicht als Augenwischerei ist, sollte jedem physikalisch gebildeten Menschen klar sein, die Endlagerung des Gases kostet zusätzliche Energien, die den Wirkungsgrad der Verbrennung unnötig schmälern, ganz zu schweigen von „Nebeneffekten“ wie der Versauerung des Wassers beim Verklappen von CO2 im Meer oder ähnlichen hanebüchenen Vorhaben.
Den alternativen Energien wird immer nachgesagt, dass sie nicht in der Lage wären, unseren Energiebedarf zu decken und es ist davon auszugehen, dass die derzeit vorhandenen Techniken und die Form ihrer Anwendung dazu wirklich nicht in der Lage sind. Und genau hierin besteht eine weitere Gefahr der Diskussion über den Klimawandel. In kritischen Situationen werden die Anhänger der Atomkraft wieder massiv auf den Plan treten und diese als Lösung all unserer Probleme feiern. Maschinen – ob mobil oder stationär – lassen sich mit Atomstrom antreiben, erstere müssen selbstverständlich mit den entsprechenden Akkumulatoren ausgerüstet werden – Häuser beheizen, die Kommunikation aufrecht erhalten. Es gibt eigentlich nichts, was sich nicht durch Atomstrom substituieren ließe. Die Freunde schneller und einfacher Lösungen werden jubeln. Doch bei genauer Betrachtung ist das logischerweise eine Milchmädchenrechnung: Mit jedem neugebauten Atomkraftwerk erhöht sich die Gefahr einer Reaktorkatastrophe, schließlich ist jede vom Menschen erdachte Technik fehlbar und eine 100-%ige Sicherheit kann es nicht geben. Doch selbst wenn uns solche Katastrophen erspart bleiben, ist noch immer nicht geklärt, was mit den radioaktiven Rückständen geschehen soll. Eine dauerhafte Lösung ist nicht in Sicht, kann es auch nicht geben, denn die Strahlungsintensität nimmt nur extrem langsam ab – die Halbwertszeit von Plutonium liegt bei über 24.000 Jahren, von Uran 235 bei 700 Millionen Jahren, bei Uran 238 gar bei 4 Milliarden Jahren. Wer kann über solche Zeiträume die Sicherheit unterirdischer Lager garantieren? Da bliebt nur, den Strahlenmüll ins All zu schießen…
Sollte der Klimawandel zu einer „Rückbesinnung“ auf die Atomkraft führen, so wäre dies tragisch. Quasi handelte es sich dabei um die Wiederholung der Geschichte. Als unsere Vorfahren begannen Kohle aus der Erde zu graben und nach Öl zu bohren, dachte noch niemand an die Folgen in hundert oder mehr Jahren. Wir hingegen wissen heutzutage, welche Gefahren von der Atomenergie ausgehen, weshalb wir ihre Nutzung auf ein Mindestmaß beschränken sollten.
Vielmehr erscheint es sinnvoll unsere geistige und materielle Energie in die Erforschung alternativer Energiequellen zu investieren. Auf diesem Wege hat es bereits schon viele Erfolge gegeben aber auch einige Fehlentwicklungen. Man denke an die nicht allzu weit zurückliegenden Diskussionen zum Biospritanbau in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Auch die Ökobilanz anderer alternativer Energien fällt nicht immer positiv aus. Wenn für die Herstellung zum Beispiel eines Windrades mehr Energie verbraucht wird, als es in seiner Lebensdauer erzeugt, dann ist das nicht gut. Sicher ist, dass die Sonne noch so lange scheint, wie wir Menschen existieren, das Wind weht und Wasser fließt. Erdwärme und Gezeitenenergie sind weitere mögliche Quellen. Insbesondere die solare Kraft harrt der effektiveren Nutzung. Globale Lösungen – selbstverständlich ist es sinnvoller Sonnenergie dort zu erzeugen, wo es viel Sonne und die entsprechenden Flächen gibt, z.B. in Wüsten – werden neben lokalen stehen müssen, z.B. neben Blockkraftwerken für eine Siedlung. Die großindustrielle zentralisiere Energieerzeugung wird an Bedeutung verlieren, der verlustreiche Transport wird zurückgehen.
Fürs Erste ist es unvermeidlich, dass wir unseren Energiehunger drosseln. Vieles von dem, was wir erzeugen und konsumieren ist überflüssig oder zumindest verzichtbar, genauso wie ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs. Ohne Einschränkungen bezüglich unseres „Lebensstandards“ werden wir den Klimawandel wohl kaum überstehen. Es ist nur noch eine Frage, wann uns – oder unseren Nachfahren – die Rechnung für unser Fehlverhalten präsentiert wird; nur die Höhe können wir (vielleicht) noch beeinflussen. Damit das Erwachen nicht zu böse wird, müssen wir endlich in die Gänge kommen…
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Das Internet ist ja voll von seltsamen Angeboten. Als regelmäßiger User weiß ich das und im Normalfall klicke ich auch alles weg, was mir suspekt erscheint, ohne allzu lange darüber nachzudenken. Heute konnte ich allerdings der Versuchung nicht widerstehen, einen IQ-Test zu machen. Was tut man nicht alles für sein Selbstwertgefühl.
Die ersten fünf Fragen ließen sich recht unkompliziert beantworten – z.B. “Wie hieß der erste Mensch auf dem Mond?” und “Wie viele Sterne hat die US-Flagge?” – Fragen halt, die nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun haben sondern vor allem mit Allgemeinwissen. Nach der fünften Antwort folgte dann der eigentliche IQ-Test, denn ich wurde aufgefordert, meine Handynummer einzugeben. Das habe ich natürlich nicht gemacht; ich bin doch nicht blöd! Ich habe kein Bedürfnis auf zahllose Werbe-SMS oder anderen Spam/Müll. Nein, besten Dank! Abbruch der Aktion…
Wer nach einem ernstzunehmenden Intelligenztest sucht, dem sei der Test der Süddeutschen Zeitung empfohlen. Der geht übrigens nicht so schnell – also garnicht erst auf Arbeit damit anfangen!
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