Archiv für die Kategorie: “Wirtschaft”
Der Europäische Gerichtshof hat das Glücksspielmonopol des deutschen Staates (so gut wie) gekippt.
Wer über das Urteil den Kopf schüttelt, sollte wissen: „Eine Vielzahl von illegalen Wettbüros, privaten Wettbüros und Onlinefirmen sorgte schon lange dafür, dass Deutschland nur noch ca. 6% der Umsätze (in Bezug auf Wetten) über die ‚streng ausgewählten Anbieter’ erzielte, 94% entfielen auf die vorgenannten semi- bis illegalen Anbieter, wobei nicht wirklich mit strenger Härte gegen diese vorgegangen wird.“ (Quelle: Telepolis). Den Rest des Eintrages lesen »
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Geschrieben von Peer in Internet, Umwelt, Wirtschaft, tags: Blog Action Day, Blogbeiträge, Grünspar, PAK, Papierablagekorb, Social Media, Tag der Tropenwälder, win-win
Eigentlich finde ich die ganze Aktion eher etwas seltsam: Heute bekam ich eine Mail mit folgendem Inhalt:
Hallo Peer,
wir haben gesehen, dass Du am Blog Action Day 2009 zum Klimawandel teilgenommen hast und glauben, dass die folgende Aktion für Dich und Deinen Blog interessant sein könnte: Zum Tag der Tropenwälder am 14.09.2010 verschenken wir 250 von uns entwickelte PAKs, die Dir helfen Deinen Papierverbrauch zu reduzieren. Was es mit der Aktion auf sich hat und was ein PAK überhaupt ist, erfährst Du auf unserer Aktionsseite unter http://www.gruenspar.de/tropen-pak/.
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In Kürze wird das Europäische Patentamt eine weitreichende Entscheidung treffen, die unser aller Leben beeinflussen könnte. Es geht grob gesprochen darum, ob Unternehmen Patente auf Tiere und Pflanzen zugesprochen bekommen. Und dabei geht es nicht um gentechnisch veränderte Lebewesen, sondern um solche, die das Ergebnis einer konventionellen Züchtung sind.
Patentiert werden sollen vor allem für den Menschen als Lebensmittel nutzbare Pflanzen und Tiere, womit man die Landwirtschaft, die ja letztendlich unser aller Ernährung dient, in die Hände einiger Großkonzerne geben würde. Denn genau die sind es, bekannte Namen wie Monsanto oder Bayer, die versuchen Dank Patenten ihre Allmachtsphantasien durchzusetzen. Den Rest des Eintrages lesen »
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Geschrieben von Peer in aktuell, Wirtschaft, tags: BGH, Goldhase, Jack Wolfskin, Lindt, Lindt & Sprüngli, Monsanto, OLG Frankfurt, Patent, Phote, Riegelein, Schokoladenhase, taz
Es ist schon unglaublich, womit sich hohe deutsche Gerichte beschäftigen müssen. Seit über vier Jahren ist bei Bundesgerichtshof (BGH) und dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) ein Verfahren anhängig zwischen der schweizerischen Firma Lindt & Sprüngli und Riegelein. Der Streitgegenstand: ein goldener Schokoladenosterhase.
Die Schweizer sehen in dem Produkt von Riegelein einen Verstoß gegen das Markenrecht. Zu ähnlich wären die Hohlkörper und es bestünde Verwechslungsgefahr. Bereits mehrfach wurde die Verhandlung zur Entscheidung zwischen den beiden Instanzen OLG und BGH hin- und herverwiesen, weil Lindt & Sprüngli die Entscheidung zu ihren Ungunsten nicht akzeptieren wollen. Dabei haben die Richter vom BGH trotz der erneuten Revision durchblicken lassen, dass sie die bisherigen Urteile des OLG Frankfurt für richtig halten, nur die Begründung des OLG sei zu dürftig.
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Manchmal glaube ich, die Bahn hat nur zwei Feinde: das Wetter und die Fahrgäste…
In Deutschland ist es derzeit sehr heiß. Vielleicht liegen wir in diesem Jahr ein wenig über den Durchschnittswerten, doch wirklich ungewöhnlich sind Temperaturen über 30°C im Sommer hierzulande nicht. Unerklärlich also, warum die Klimaanlagen der Deutschen Bahn mit diesen äußeren Bedingungen nicht klar kommen. Am Wochenende war es in „3 von 1.400 Zügen“ (man stelle sich vor, eine Fluggesellschaft würde so argumentieren!) zu Szenen wie aus einem Katastrophenfilm gekommen: Menschen lagen fast reglos auf den Gängen, kollabierten oder gerieten in Panik. Einige Passagiere mussten nach der Fahrt sogar zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Erklärung der Bahn: Das Wetter sei schuld. Die Klimaanlagen wären verstopft wurden, die anhaltende Trockenheit und der daraus resultierende Staub seien schuld.
Soweit so schlecht. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, mit einem der hochmodernen ICEs zu fahren, der wird auch bei kälterer Witterung bemerkt haben, dass die Luft in den Abteilen alles andere als angenehm ist. Nun bin ich sowieso kein Freund von Klimaanlagen aber ehrlich gesagt, fühle ich mich als zahlender Fahrgast bevormundet, wenn ich nicht einmal ein Fenster aufmachen kann und mich ganz den klimatischen Vorstellungen der Bahnoberen anpassen muss. Aber das ist vielleicht nur mein persönliches mentales Problem. Was ich allerdings nicht akzeptieren kann, ist die Tatsache, dass es offensichtlich keinen Plan B für Situationen wie diese gab und gibt: Was tun wir, wenn bei voll besetztem Zug die Klimaanlage ausfällt. Zumindest hätte man pro Wagen zwei Fenster einbauen können, die sich partiell öffnen lassen, am Anfang und am Ende des Wagens, um einen Luftzug zu erzeugen. Da möchte man gar nicht wissen, was passiert, wenn durch einen Brand giftige Gase entstehen und die Klimaanlage ausfällt. Was passiert dann? Da hilft nur die Scheibe einzuschlagen, was ich übrigens in der im Welt-Artikel beschriebenen Situation gemacht hätte. Ohne Rücksicht auf eventuelle Schadensersatzansprüche der Bahn. Ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht, dass die sich das getraut hätten.
Die neuerliche „Panne“ ist nur ein weitere in einer endlosen Folge von kleinen und großen Katastrophen von verwirrten Anzeigentafeln, schwer zu bedienenden Automaten bis hin zum Unglück von Eschede. Ich bin nur Fahrgast, kann deshalb nicht mit einem „Blick hinter Kulissen“ bei der Bahn dienen und etwaige Vorwürfe untermauern. Pro Bahn kann das sicher viel besser. Im Zusammenhang mit den aktuellen Problemen beklagt der Verein auf jeden Fall die zu langen Wartungsintervalle für die offensichtlich anfällige Technik.
Aus meiner Sicht hat die Bahn als sichere und flächendeckende Alternative zum Auto längst ausgedient. Ganz zu schweigen von den horrenden Preiserhöhungen bei gleichzeitiger Reduktion der Leistung, die ich selbst miterleben durfte. Diese Entwicklung ist mit ziemlicher Sicherheit Ergebnis der verfehlten Politik der Bahnspitze. Herr Mehdorn, der in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender den Börsengang des Unternehmens betrieb, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals Regionalbahn gefahren, vielleicht nicht mal ICE. Er hat sich mit Sicherheit nicht unerkannt am „Service Point“ beraten lassen oder am Automaten eine Fahrkarte erworben. Ob sein Nachfolger Rüdiger Grube, ein ehemaliger Auto- und Flugzeugmann, jemals aus dem Auto in den Zug umgestiegen ist, wer weiß? Solange die Bahn weiterhin nur als Wirtschaftsunternehmen gesehen wird, das hauptsächlich Profite abwerfen muss, wird sich nichts ändern. Über die soziale Funktion der Bahn, auch denen Mobilität zu ermöglichen, die sich kein Auto leisten können oder wollen, redet heutzutage sowieso niemand mehr…
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