Archiv für die Kategorie: “Wirtschaft”

Wer kennt sie nicht, die zahllosen Hinweise darauf, dass die Verletzung des Urheberrechts eine Straftat ist. Man denke nur an den Kinospot, bei dem eine Mutter mit ihren drei Kindern vors Gefängnis zieht, um dem eingesperrten Vater ein Ständchen zu bringen. Die Botschaft ist klar: Wer Filme illegal downloaded oder DVDs kopiert, ist ein Verbrecher. Doch ist das wirklich so?
Ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen, in der das Kopieren von Musik an der Tagesordnung war. Hatte ein Freund eine Platte, in deren Besitz man selbst gern wäre, die man sich aber nicht leisten konnte oder an die man Dank der Systemgrenzen nicht heran kam, so ging man zu besagtem Freund, ausgerüstet mit einer Leerkassette und bannte sich das Gewünschte auf Tape oder MC, wie manche sagen. Später dann, als die CD ihren Siegeszug antrat, war das Kopieren wesentlich leichter – wer einen Rechner hatte, hatte innerhalb weniger Minuten ein Duplikat gleicher Tonqualität, was bei Tapes meist nicht der Fall war, erhöhte sich doch mit jeder Überspielung der Rauschpegel.
Im großen Stile haben wir jedoch niemals Tonträger kopiert. Niemand aus meinem Freundeskreis sah sich angehalten, dass aktuelle Album irgendeiner Popgröße 100mal zu vervielfältigen und das Ergebnis zu einem weit unter dem Ladenpreis liegenden Obolus unters Volk zu bringen. Gerade nach 1990 konnte man solche Tonträger auf den Märkten unserer polnischen Nachbarn erstehen, ein Massenphänomen wurde zumindest bei uns nicht daraus. Ganz einfach auch deshalb, weil das Vertrauen in die Qualität der so erstandenen Ware nicht sonderlich hoch war.

Ganz abgesehen davon, welche negativen Effekte die Verfolgung von „Raubkopierern“ auf das Verhältnis zwischen Unternehmen und potentiellen Kunden hat, kann ich für mich konstatieren, dass der Austausch an Musik eher dazu geführt hat, dass ich mich wesentlich intensiver mit der Materie beschäftigte und schlussendlich mehr konsumierte. Gerade in der Adoleszenz, wenn das Geld knapp und die Offenheit groß ist, werden die entscheidenden Weichen für die Ausbildung eines eigenen Geschmacks gestellt. Wer da einhundert Prozent „gesetzeskonform“ im Sinne der Industrie agiert, der wird kaum über ein beschränktes musikalisches Weltbild hinaus kommen. Dank der so genannten Privatkopie eröffnen sich dem Interessierten neue Möglichkeiten, sich quasi weiterzubilden. Gefällt die Musik, kommt es auch häufig dazu, dass das Album oder einer seiner Nachfolger dann im Original angeschafft werden. Das funktioniert selbstverständlich nur, wenn der potentielle Käufer besagten Künstler kennt und eine Vorstellung davon hat, was für ein Produkt er erwirbt. Im Mainstream ließe sich argumentieren, dass diese Aufgabe von Hitparaden, Musikzeitschriften etc. übernommen wird und das ist nicht ganz falsch. Nur laufen dort meist nur die nach otimaler Zielgruppenkompatibilität ausgesuchten Singles. Ein Album, das ebenfalls verkauf werden soll und den Künstler in all seinen Facetten zeigt, besteht aber nun mal nicht nur aus ein, zwei Hits. Eine langfristige Bindung oder gar Identifikation mit dem Idol, die die Voraussetzung für dauerhaften kommerziellen Erfolg ist, lässt sich so nicht erreichen.

Kommen wir zurück zum Ausgangspunkt. Wir sollten uns als Konsumenten kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Wenn wir unsere Kopien nur privat nutzen, gibt es keinen Grund, uns als Verbrecher zu fühlen. Dabei sollten wir jedoch das Maß nicht verlieren. Tausende Spielfilme und zehntausende mp3s auf der Festplatte braucht kein Mensch – ganz abgesehen davon, dass den meisten schlicht die Zeit fehlen wird, sich wirklich damit zu beschäftigen. Wer seinem Jäger- und Sammlertrieb mit urheberrechtlich geschütztem Material auslebt, darf sich nicht wundern, wenn er Ärger bekommt. Die Industrie sucht noch immer krampfhaft nach Schuldigen für den Einbruch des Geschäftes. Die gleiche Industrie, die mit der Einführung der CD das massenhafte Kopieren von Tonträgern erst möglich gemacht und lange Jahre künstlerisch Wertvolles zum Wohle des schnellen Profits zurück gestellt hat. Hier wird ein letzter Abwehrkampf geführt, der schlussendlcih verloren gehen muss. Wie ein sinnvoller Ausgleich zwischen den Interessen der Künstler als Urheber, der Musikbranche als Verwerter und den Konsumenten aussehen kann, muss erst die Zukunft zeigen.

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Der aktuelle Kosmetik-Trend für Menschen, die Wert auf ihre Gesundheit und den Schutz der Umwelt legen, sind neue, naturreine Parfüme und Biokosmetik. Der Grund dafür liegt klar auf der Hand, denn sowohl Parfüm, Gesichtspflege und Kosmetik werden direkt auf die Haut aufgetragen. Die Haut ist jedoch unser größtes Organ, das sämtliche Stoffe aus der Umwelt aufnimmt und somit kann die Chemie direkt in unseren Körper eindringen oder die Poren verstopfen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Seit Tagen, wenn nicht gar Wochen dreht sich in unseren Nachrichten alles um Griechenland. Die Südeuropäer oder genauer gesagt ihr Staatswesen stehen kurz vor der Pleite und jetzt wird laut diskutiert, wer die Rechnung bezahlen soll. Aus meiner Sicht ist die Antwort völlig klar: Bezahlen werden diejenigen, die auch schon in der Bankenkrise blechen durften, nämlich wir, die Steuerzahler. Auch wenn sich Finanzminister Schäuble – so kurz vor der NRW-Wahl – bemüht, uns zu versichern, dass das Hilfspaket den deutschen Steuerzahler nicht belasten wird. Hofft er zumindest. Den Rest des Eintrages lesen »

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Sind die Nutzer im einst so demokratischen Medium balb Staatsmacht und großen Unternehmen ausgeliefert?

Das Internet hat sich in den letzten zehn, 15 Jahren zu einem echten Massenphänomen entwickelt. Firmen und Organisationen nutzen das www als Möglichkeit zur Präsentation, zahllose Internethändler verkaufen hier ihre Waren, Portale versorgen die Nutzer mit Nachrichten und Informationen, Privatpersonen pflegen ihre Hobbys öffentlich. Das so genannte Web2.0 hat das Internet noch einmal attraktiver gemacht, schließlich können sich die Nutzer jetzt auch direkt zu der einen oder Meinung oder über ein Produkt äußern, in sozialen Netzwerken hält man Kontakte zu alten Freunden und knüpft Bindungen zu neuen. Das Internet ist ein extrem demokratisches Medium. Für jeden noch so abwegige Interesse findet sich ein Plätzchen im virtuellen Raum und dort können Menschen frei von gesellschaftlichen Zwängen über jedes Thema diskutieren. Den Rest des Eintrages lesen »

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Mancher mag dabei an den 11. September denken, als im Luftraum über den Vereinigten Staaten nichts mehr ging. Doch am derzeitigen Bodenkontakt vieler europäischer Maschinen sind keine Bombenleger Schuld, sondern schlicht und ergreifend ein Vulkanausbruch in Island. 60 Prozent aller Flüge werden heute ausfallen aufgrund eines Naturphänomens. Betroffen sind unter anderem London Heathrow, Europas größtes Luftdrehkreuz und der Frankfurter Flughafen. Den Rest des Eintrages lesen »

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