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	<title>Peer Spektive &#187; Umwelt</title>
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	<description>kommentiert die Welt.</description>
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		<title>Erweitertes Recycling</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 12:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Cradle To Cradle]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit sah ich eine Folge der Deutschlandsafari mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad gesheen. Dabei waren die beiden u.a. auf einem ganz offiziellen Kongress, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigte. Kaum zu glauben aber die (regierungstreuen) Fachleute, die da rumliefen, waren nicht mal in der Lage, das Wort Nachhaltigkeit vernünftig zu definieren. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit sah ich eine Folge der Deutschlandsafari mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad gesheen. Dabei waren die beiden u.a. auf einem ganz offiziellen Kongress, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigte. Kaum zu glauben aber die (regierungstreuen) Fachleute, die da rumliefen, waren nicht mal in der Lage, das Wort Nachhaltigkeit vernünftig zu definieren. Dabei gibt es eine Definition, die sich eigentlich merken lässt und die zudem aus dem Schlussbericht der von der Bundesregierung eingesetzten <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/14/092/1409200.pdf" target="_blank">Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft</a> stammt: &#8220;Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.&#8221; </p>
<p>Soweit so schlecht. Dass Nachhaltigkeit, also der sorgsame und sinnvolle Umgang mit Waren etc. und ihre Wiederverwendung in Zeiten zunehmender Rohstoffknappheit eine sinnvolle Idee ist, wird wohl kaum Jemand bestreiten, ebnso wie die <a href="http://www.peer-spektive.de/umwelt/handelseinschrankung-fur-heilpflanzen-in-der-eu-eu-petition">Verwendung natürlicher Stoffe</a> anstelle von menschlich hergestellten. Doch die Wiederverwendung allein wird kaum ausreichen. Das &#8220;Cradle To Cradle&#8221;-Konzept sieht Produkte vor, die nicht nur energetisch oder in verminderter Qualität genutzt werden (z.B. gehäckselte Plaste als Füllstoff), sondern die in gleichwertigen Funktionen weitere Lebenszyklen durchlaufen. Wer mehr dazu erfahren will, dem sei dieser Artikel von Dr. Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung Heidelberg empfohlen: &#8220;<a href="http://www.godmode-trader.de//nachricht/Cradle-to-Die-naechste-Industrielle-Revolution-klopft-an-unsere-Tuer,a2724937.html" title="Cradle To Cradle" target="_blank">Cradle-to-Cradle: Die nächste Industrielle Revolution klopft an unsere Tür</a>.&#8221;</p>
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		<title>Richtlinien, Glühlampen und Quecksilber</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 07:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Energiesparlanpe]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt mal wieder eine Richtlinie. EU-Bürger sind ja einiges gewohnt. Die neuste grandiose Tat der EU-Spitzenkandidaten: Der Verbot der 60 Watt-Glühbirne. Für eine neue, umweltfreundlichere Welt. Seit dem 01.09. darf die alte 60 Watt-Glühbirne nicht mehr an der Ladentheke verkauft werden. Für Ersatz ist auch schon gesorgt: Die Energiesparlampe soll es regeln. Pech nur, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt mal wieder eine Richtlinie. EU-Bürger sind ja einiges gewohnt. Die neuste grandiose Tat der EU-Spitzenkandidaten: Der Verbot der 60 Watt-Glühbirne. Für eine neue, umweltfreundlichere Welt. Seit dem 01.09. darf die alte 60 Watt-Glühbirne nicht mehr an der Ladentheke verkauft werden. Für Ersatz ist auch schon gesorgt: Die <a href="http://www.gruenspar.de/energiesparlampen.html" target="_blank">Energiesparlampe</a> soll es regeln. Pech nur, dass die Energiesparlampe pünktlich zur Richtlinie von der Presse zerrissen wird. Quecksilber ist das Unwort der Stunde. Leuchtendes Gift wird die Energiesparlampe höhnisch genannt.<br />
Na dann vielen Dank an die hochbezahlten Supertheoretiker des EU-Rates. Schöne Theorie, mangelhafte Umsetzung. Die Aufklärung über die Risiken und Vorteile sowie über die Vorurteile gegenüber Energiesparlampen hätte vielleicht im Vorfeld der Umstellung vorgenommen werden sollen. Dass Energiesparlampen eben nicht so giftig sind, wie die Presse behauptet, die Technik viel weiter ist, als es der Provinzjournalistiker wiedergibt, weiß natürlich keiner. Dass Energiesparlampen eben kein kaltes sondern durchaus warmes Licht ausstrahlen, die Startphase nicht 10 Sekunden oder gar Minuten sondern nur wenige Millisekunden dauert und die Theorie mit der fehlenden Abwärme absoluter Humbug ist, hat uns natürlich niemand gesagt. Was also soll der Verbraucher glauben? Den Stimmen der schwer durch Zugehörigkeiten geprägten Presse? Der Stimme der eigenen Vernunft? Den Aussagen der Energiesparlampenhersteller oder von vermeintlich unabhängigen Testinstituten?<br />
Eins steht fest: Die Energiesparlampe ist und bleibt der umweltschonende und vor allem preisgünstige Ersatz für Glühbirnen. Dass das niemand wahr haben will, ist ein schwerwiegender Fehler. Und zwar bei der Abstimmung der EU und den Ländern. Hier gilt es mal wieder wie immer: Aufstrebende junge Unternehmen, die den Trend pünktlich mitbekommen haben, müssen mal wieder Arbeit übernehmen, die die Regierungen versäumt haben: Aufklärung.</p>
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		<title>Perverse Nachhaltigkeit &#8211; Schöner Bomben mit Biosprit</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 13:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Thema Biosprit taugt ja hierzulande Dank E10 als Aufreger. Als ich jedoch heute den Artikel „Klimakorrekte Kriegsführung“ las, dachte ich erst, es handelt sich um einen Aprilscherz. Doch leider ist heute schon der 6. Bis 2016 will die US Airforce ihre Kampfjets mit 50 Prozent Biosprit betanken. Man glaubt es kaum! Profitieren von dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema Biosprit taugt ja hierzulande Dank <a href="http://www.peer-spektive.de/wirtschaft/e10-treibstoff-fuer-die-katastrophe">E10</a> als Aufreger. Als ich jedoch heute den Artikel „<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34492/1.html" target="_blank">Klimakorrekte Kriegsführung</a>“ las, dachte ich erst, es handelt sich um einen Aprilscherz. Doch leider ist heute schon der 6. Bis 2016 will die US Airforce ihre Kampfjets mit 50 Prozent Biosprit betanken. Man glaubt es kaum!</p>
<p>Profitieren von dieser Maßnahme dürften auch die US-Farmer, denen das Militär auf diesem Wege feste Abnahmemengen an Getreide garantiert. So profitieren wieder alle davon: Das Militär Dank der geringeren Abhängigkeit von Importen, die einheimischen Farmer Dank der besagter Abnahmegarantien und Monsanto &#038; Co. Dank erhöhtem Saatgutverkauf. Vielleicht muss an den Flugzeugen auch noch etwas umgerüstet werden, dann gibt es noch einige weitere Nutznießer der Aktion. </p>
<p>Da ist ja allen geholfen! Nur den Menschen nicht, in deren Ländern die Nato und an deren Spitze die USA für Frieden und Freiheit im Einsatz sind. Bestünde tatsächlich Interesse an Nachhaltigkeit würde die US-amerikansiche Politik alles dafür tun, dass keine Kriegseinsätze im Ausland mehr notwendig sind. Ein kleines Problem gibt es dabei: Die Rendite beim friedlichen Handel ist leider ein ganzes Stück geringer&#8230;</p>
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		<title>Atomkraft – wie weiter?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 12:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich mich aktuell zu dem Thema Atomkraft äußere. Zum einen ist noch nicht klar, was in Japan und dort speziell in Fukushima noch geschehen wird – das Leid der Bevölkerung ist jetzt schon gigantisch. Zum anderen könnte man mir als entschiedenen Gegner der Atomkraft vorwerfen, diese Situation zu nutzen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich mich aktuell zu dem Thema Atomkraft äußere. Zum einen ist noch nicht klar, was in Japan und dort speziell in Fukushima noch geschehen wird – das Leid der Bevölkerung ist jetzt schon gigantisch. Zum anderen könnte man mir als entschiedenen Gegner der Atomkraft vorwerfen, diese Situation zu nutzen, um meinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, quasi auf dem Rücken der Opfer in Japan. Selbiges wirft man gern auch den Grünen Parteien vor, sie würden Kapital aus der Katastrophe schlagen.<br />
<span id="more-848"></span><br />
Um ehrlich zu sein: Es wäre dumm von einer Partei, die sich seit Jahren intensiv einem Thema widmet, genau dann, wenn es auf der Tagesordnung steht, zu schweigen. Es ist nachgerade ihre Pflicht, politisches Kapital daraus zu ziehen, denn sonst wären da keine Politprofis am Werke sondern bestenfalls Hobbypolitiker. (Die Verfechter der freien Marktwirtschaft werfen ja auch keinem Unternehmen vor, die Schwäche eines Konkurrenten zu nutzen.) Wir Menschen ticken nun mal so, dass uns nicht immer alle Themen gleich wichtig sind. Steht, ausgelöst durch ein aktuelles Ereignis, eine Sache auf der politischen Agenda, dann muss man sie verhandeln, denn bald ist das Ganze wieder vergessen. Der Appell an die Pietät und ähnliche Manöver sind meist nichts anderes als pure Scheinheiligkeit: Wenn man selbst auf dem Gebiet nicht so engagiert ist oder gegenläufige Interessen verfolgt, so zum Beispiel den Atomgiganten ihre Gewinne zu sichern, dann fordert man den politischen Gegner zum Schweigen auf. Ein leicht durchschaubares Anliegen, zum Glück!</p>
<p>Am Ende ist es die Entscheidung der Wähler, zu sagen: Diese Partei nimmt sich glaubwürdig des Themas an, der können wir vertrauen. In Punkto Atomkraft stehen die Chancen gut, das die Grünen, die sich seit Jahren gegen diese aus ihrer Sicht viel zu gefährliche Form der Energiegewinnung aussprechen, vom Wähler als glaubwürdiger eingeschätzt werden als CDU und FDP mit ihrem Zickzack-Kurs. Gestern Laufzeitverlängerung, heute Moratorium und morgen schauen wir mal, was die Wahl gebracht hat. Aus meiner Sicht <a href="http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2333-die-aussetzung-des-ausstiegs-aus-dem-ausstieg.html target="_blank"">spielen die Konservativen auf Zeit</a>, in der Hoffnung, dass die Bilder aus Japan verblassen und das Thema Atomenergie auf der Agenda der Wähler wieder nach hinten rutscht. </p>
<p>Uns als Bürger wird neben <a href="http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html" target="_blank">massiven Protesten</a> auch nicht viel mehr übrig bleiben, als die Entwicklungen des Superwahljahres abzuwarten. Gewinnen die Grünen an Einfluss stehen die Chancen ganz gut, dass die Partei über den Bundesrat zum Beispiel auch eine Rücknahme  des Gesetzes zur Laufzeitverlängerung bewirken kann. Das heißt aber noch nicht automatisch, dass es einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland geben wird. Die Grünen brauchen aber auf jeden Fall ein klagefestes Szenario schon vor der nächsten Bundestagswahl mit klaren Etappenzielen und Maßnahmeplänen. Dies kann aber nur Teil eines Gesamtplanes für den Umbau der Energiewirtschaft sein, denn auch wenn wir theoretisch ohne Atomkraftwerke auskommen, so müssen wir doch die Energiesicherheit gewährleisten. Dazu ist vor allem ein massiver Ausbau der Stromnetze notwendig und eine Dezentralisierung der Versorgung. Großprojekte allemal, die zum Teil auch gegen den Widerstand vor Ort – wer will die Starkstromleitung schon vor der eigenen Nase haben – zu realisieren sind. Das benötigt eine große Menge Überzeugungsarbeit und den Willen sich auch gegen die Interessen der großen Energieversorger durch- und konsequent auf <a href="http://www.umweltfreundliche-stromversorgung.de/umweltfreundliche-energie.html" target="_blank">umweltfreundliche Energie</a> zu setzen. Das Schwierigste wird aber wohl werden, auch den Normalbürger davon zu überzeugen, weniger Strom zu verbrauchen, sich zu beschränken. Das wird wohl die schwerste Aufgabe überhaupt. </p>
<p>Bei einer Konsolidierung von Schwarz-gelb erwarte ich vor allem ein „weiter so“, sicherlich mit kleinen Abstrichen. Die ältesten Meiler werden von Netz gehen, die anderen mit dieser oder jener Technik nachgerüstet, das war es dann aber auch schon. Wenn das Öl immer knapper wird, ist eher mit einer Renaissance der Atomwirtschaft zu rechnen, denn dann könnte man die jetzige totale Mobilität mit Elektroautos aufrecht erhalten. Das <a href="http://www.peer-spektive.de/wirtschaft/e10-treibstoff-fuer-die-katastrophe">Projekt Biosprit</a> scheint ja derzeit eher gescheitert. </p>
<p>Welche Rolle die SPD in dem ganzen Atom(nicht)ausstiegsstück spielen wird, weiß sie selbst wahrscheinlich noch nicht. In einer großen Koalition wirkt sich wahrscheinlich ein wenig mäßigend auf die CDU/CSU ein, in einer rot-grünen Koalition gibt sie sich wohl eher „wirtschaftsfreundlich“. So recht scheinen mir die „Genossen“ keine eindeutige Haltung zum Thema zu haben. Zum einen leiern sie das Mantra von Wachstum und von Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen herunter, das bisher noch jeder Partei als unabdingbare Voraussetzung für das Wohl des Landes galt. Zum anderen besteht die Basis der SPD noch immer aus Menschen, die nicht um den halben Globus ins Zweitheim jetten können, wenn vor der Tür ein AKW explodiert. </p>
<p>Das Gleiche ließe sich über die Linke sagen, die einerseits sicher endlich einmal beweisen will, dass ihr das Stigma der ökonomischen Unfähigkeit zu Unrecht anhaftet. Anderseits gehören die atomaren Großkonzerne zu den Hauptfeinden von Marx’ Erben. Aber eine Verstaatlichung von EnBW &#038; Co. würde das Problem selbstverständlich nicht lösen. Zumindest nicht dann, wenn man so weiter macht, wie bisher. Hier bräuchte es dann klare Pläne für den Umbau der Energiewirtschaft, die es ganz allgemein bei den Parteien bisher wohl nur in Ansätzen gibt. Selbst „Mutti“, die von der Atomenergie als Brückentechnologie spricht, hat sicher noch keine Pläne in der Schublade liegen, wie die Brücke denn nun eigentlich aussehen soll. </p>
<p>Ganz diffus scheint mir das Verhältnis der Rechtsaußen-Parteien zur Atompolitik zu sein. Einerseits wollen sie die deutsche Heimat vor den gefährlichen Strahlen schützen, andererseits ist kaum anzunehmen, dass sie den einheimischen Großkonzernen an den Kragen gehen. Gegen Atomstrom aus Frankreich lässt sich gut wettern, aber was soll man RWE außer einem zu hohen Strompreis vorwerfen? Schließlich sichert das Unternehmen Arbeitsplätze vor Ort und trägt somit zum Wohl der Volksgenossen bei.</p>
<p>Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es derzeit noch zu früh ist, klare Aussagen darüber zu treffen, wie es in Deutschland mit der Atomenergie weiter geht – Am Ende des Jahres sind wir sicher ein ganzes Stückchen schlauer. Selbst wenn die Grünen als entschiedenste Gegner des Atomstroms an Einfluss gewinnen, glaube ich kaum, dass vor zehn, 15 Jahren wir ernsthaft hierzulande ein praktikables Ausstiegszenario haben, dass auch auf den Zukauf von Atomstrom aus dem Ausland verzichtet. Denn eins müssen wir wissen: Sind alle 17 deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet, gibt es im restlichen Europa noch über 120 andere, die knappe Hälfte davon allein in Frankreich. Und es werden derzeit insbesondere in Osteuropa noch neue gebaut. Eine Ende des Atomzeitalters ist also noch lange nicht in Sicht. Hoffen wir, dass wir bis dahin von einem europäisches Fukushima verschont bleiben. Zwar könnte das den Ausstiegswillen befördern, der Preis für diese Einsicht ist aber einfach viel zu hoch&#8230;</p>
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		<title>Ausländer machen sich in Deutschland breit</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 15:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, in diesem Artikel soll es nicht um Thilo Sarrazins Thesen und andere dumpfe rassistische Ressentiments gehen, sondern um „eingewanderte“ Pflanzen und Tiere. Denn die könnten durchaus eine Gefahr für die einheimische Flora und Fauna darstellen. Schuld daran, ist wie sollte es anders sein, vor allem mal wieder der Mensch. Forscher der US-Amerikanischen Akademie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, in diesem Artikel soll es nicht um <a href="http://www.peer-spektive.de/politik/sarrazin-und-kein-ende">Thilo Sarrazins Thesen</a> und andere dumpfe rassistische Ressentiments gehen, sondern um „eingewanderte“ Pflanzen und Tiere. Denn die könnten durchaus eine Gefahr für die einheimische Flora und Fauna darstellen. Schuld daran, ist wie sollte es anders sein, vor allem mal wieder der Mensch. <a href="http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1011728108" target="_blank">Forscher der US-Amerikanischen Akademie der Wissenschaften</a> wiesen darauf hin, dass wir jetzt erst die Folgen der Aktivitäten aus dem 19. Jahrhundert zu spüren bekommen und dass wir uns in Zukunft darauf gefasst machen müssen, dass sich noch viel mehr „Ausländer“ bei uns breit machen.</p>
<p>Warum ist das aber so schrecklich – ein paar neue Tier- und Pflanzenarten werden uns schon nicht umbringen? Das mag vielleicht sein, doch können sie unsere Umwelt extrem stark verändern und die sowieso schon im Schwinden begriffene Biodiversität weiter reduzieren. Artenvielfalt – so das deutsche Wort – macht Ökosysteme stabil und sichert so auf lange Sicht unsere Lebensgrundlage. Neue Arten verdrängen alte Arten, wenn sie an die Umgebung besser angepasst sind.</p>
<p>Bevor der Homo Sapiens richtig mobil wurde, verbreiteten sich Pflanzen und Tiere eher langsam. Der Samen, der im Fluss mittrieb, die Herde, die sich aufgrund zu hoher Population einen anderen Lebensraum suchte, Viren und Bakterien, die von Zugvögeln mitgeschleppt wurden. Natürliche Barrieren wie Meere oder hohe Gebirge begrenzten diesen Austausch, einzelne Individuen konnten meist keinen großen Schaden anrichten, da sie sich, falls sie tatsächlich überlebten, nicht vermehren konnten. Oftmals konnten sie sich den neuen Bedingungen auch nicht so gut anpassen und verschwanden recht schnell wieder.</p>
<p>Der Mensch hat diese Prozesse mit seinem Eingreifen in die Natur extrem beschleunigt. Zum einen hat er bewusst Arten eingeführt, wie Mais, Tomaten oder amerikanische Nerze in Europa. Zum anderen hat seine extensive <a href="http://weltumsegelung24.de/Interessantes.htm" target="_blank">Reisetätigkeit</a> so manch ungebetenen Gast ins Land gebracht. Zu guter letzt verändert der Mensch andauernd seine Umwelt so, dass er die Lebensbedingungen für die eine Art verbessert, für die andere verschlechtert. „Zuwanderern“ wird es so leichter gemacht, in neuen Biotopen Fuß zu fassen, einheimische Arten verschwinden.</p>
<p>Nun könnte man sagen: „Such is life!“, das ist nun mal so und der stärkere setzt sich halt durch. Nur dummerweise ist jede Spezies Teil des sie umgebenden Ökosystems und hält selbiges im Gleichgewicht. Ganz simples Beispiel: Was passiert, wenn die eingeschleppten asiatischen Marienkäfer sich von ihren europäischen Artgenossen nicht nur durch die Anzahl der Punkte unterscheiden, sondern auch dadurch, dass sie (mal angenommen) mit Vorliebe eine bestimmte Art Blattläuse fressen? Diese Art wird dann erheblich dezimiert, während die anderen Arten sich ausbreiten, der Konkurrenz die Nahrung entziehen und so für deren Verschwinden sorgen. Vielleicht hat aber genau diese Art Blattläuse eine wichtige Funktion im Kreislauf de Natur, die nun niemand mehr wahrnimmt. Das System gerät sozusagen aus dem Tritt, wie bei einer beschädigten Maschine werden mit wachsender Laufzeit die Schäden immer größer. Beim <a href="http://irland-erleben.blogspot.com/2010/07/kampf-um-irland-der-krieg-der-pflanzen.html" target="_blank">Wanderurlaub in Irland</a> durfte ich die zerstörerische Wirkung einer Rhododendron-Art begutachten, die sich innerhalb weniger Jahre auf der Insel ausbreitete und quasi alle anderen Pflanzen verdrängte. Ebenfalls augenfällig: Der chilenische Riesenrhabarber, der sich ungehemmt ausbreitet. Wirklich wirksame Methoden, diese Invasoren zu bekämpfen, gibt es nicht.</p>
<p>Den größten Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neophyt" target="_blank">Neophyten</a>, wie besagten Rhododendron, dürften wir bewusst eingeführt haben. Als Nutzpflanzen wie die Kartoffel oder als Zierpflanzen für unsere Gärten haben wir sie nach Europa gebracht. Manche dieser Pflanzen sind unproblematisch, andere regelrecht eine „Pest“, die uns ernsthafte Probleme verursachen kann. Aus den eingangs erwähnten Forschungsergebnissen lässt sich eigentlich nur eines schließen: Wir sollten so wenig wie möglich fremde Arten einführen und grundsätzlich nur solche, die einen Nutzen für uns haben (z.B. als Nahrungsmittel). Das gilt für Pflanzen ebenso wie für Tiere. So macht z.B. der Waschbär, den es früher nur auf Pelzfarmen gab, seit einiger Zeit der einheimischen Fauna Probleme. In den nächsten Jahren könnten wir die Folgen des unüberlegten Handelns unserer Vorfahren deutlicher zu spüren bekommen, als uns das lieb ist. Wir sollten daher alles dafür tun, dass zukünftige Generationen nicht unter unseren Fehlern leiden müssen.</p>
<p>PS: Wer glaubt, das hier Geschriebene auf die menschliche Art übertragen zu müssen, der besuche bitte einen Arzt, bevor er größeren Schaden anrichtet.</p>
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