Archiv für die Kategorie: “Internet”

Als Webmaster wehre ich mich natürlich gegen ein grundsätzliches Infragestellen der Institution Internet. Das Internet ist das perfekte Werkzeug für mich, meine Kenntnisse und Meinungen zu artikulieren und potenziell erfolgreich zu verbreiten.

Doch bringt soziologisch betrachtet das Internet eine Revolution des Alltags mit sich. Und es lässt sich nicht bestreiten, dass viele Usus dadurch einfacher zu bewältigen sind. Aber vereinsamen wir nicht durch das Internet nicht? Ich führe heute wesentlich mehr Gespräche über Chats und E-Mails als noch vor zehn Jahren. Mein persönlicher Kontakt zu Menschen ist in jedem Fall zurück gegangen. Aber bin ich dadurch einsamer?

Mal ein praktisches Beispiel: Schon lange plane ich, einen Holzschuppen in meinen Garten zu bauen. Hätte ich dafür früher in meinem gesamten Bekanntenkreis mir das gesamte verfügbare Fachwissen persönlich oder mithilfe des Telefons – sicher etwas aufwendig – zusammengetragen, muss ich jetzt nur ins Internet gehen und mir in entsprechenden Internet-Fachforen Rat holen. Da bekomme ich auf meinen Fall spezifizierte Anleitungen für die Planung und Umsetzung meines Handwerker-Projektes angeht. Auch erfahre ich, bei welchem Werkzeug Onlineshop ich die beste und günstigste Ware erhalte. Anschließend bestelle ich ganz bequem per Mausklick alle nötigen Materialien und jedes Werkzeug, das ich brauche – ganz gleich, ob das nun Handkreissägen, Akkuschrauber oder Bohrmaschinen sind. All diese Dinge werden dann innerhalb weniger Tage direkt vor meine Haustür geliefert. Ich kann loslegen und falls es Probleme bei der Umsetzung gibt, kann ich wieder das Internet um Hilfe bemühen.

So! Holzschuppen steht. Ich habe mein Projekt verwirklicht! Doch während der gesamten Zeit musste ich weder das Haus verlassen noch mit irgendeiner Person persönlich kommunizieren.

Und nun zu den positiven Seiten meines Internet-abhängigen Versuches, meine Produktionsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Wahrscheinlich ist, dass in Internetforen zu dem von mir geforderten speziellem Thema wesentlich größere, geballte Fachkenntnis vorhanden ist, als ich selbst bei Einbezug aller Bekannten meiner Bekannten bekommen kann. Folglich ist die Wahrscheinlichkeit, mithilfe des Internets wesentlich höher, dass der Holzschuppen in seiner Qualität, seinem Nutzerkomfort und seiner Stabilität das durch antike Methoden entstandene Sekundärhaus bei weitem in den Schatten stellt! Außerdem kann es manchmal echt ein wesentliches Plus sein, nicht mit allen potenziellen Fachleuten persönlich reden zu müssen…

Letztendlich hat mich das durchs Internet umgesetzte Vorhaben nicht einsam gemacht. Ich habe ein paar Freunde eingeladen, wir haben zusammen gebaut und anschließend auf den gelungenen Schuppen angestoßen. Salve, meine Freunde! Salve, liebes Internet!

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)

Comments Keine Kommentare »

Selbst harte Vertreter eines Marktliberalismus wissen um die Probleme von Oligo- oder Monopolen, also der Konzentration von großer Marktmacht in einer oder einigen wenigen Händen. In Deutschland sind der Energiemarkt oder der Kraftstoffmarkt Beispiele für solche eine Konzentration.
Im Internet hatte in den letzten Jahren die Suchmaschine Google die Nase ganz weit vorn – hierzulande werden, wenn ich mich nicht täusche, etwa 90 Prozent der Suchanfragen über google.de gestellt. Einstmals wichtige Konkurrenten wie Altavista, Metacrawler oder Fireball sind fast vollständig in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, Yahoo hält zumindest noch einen messbaren Anteil an den Anfragen, einzig Bing konnte in letzter Zeit zulegen, auch wenn die Microsoft-Suchmaschine ebenfalls im unteren einstelligen Bereich agiert. Daran hat auch das Zusammengehen mit Yahoo wenig geändert. Eine wenn auch geringe Bedeutung haben zudem noch große Portale wie t-online.de oder web.de, die aber häufig auch nur auf Google aufsetzen.  Das ganze Angebot hier aufzudröseln soll nicht Sinn dieses Artikels sein, ich möchte vielmehr zwei eher unbekanntere Suchmaschinen vorstellen.

 

Datenschutz zuerst

Da ist zum einen IxQuick, in den USA als startpage.com vertreten. Bei IxQuick handelt es sich um eine Metasuchmaschine, also eine solche, die die Ergebnisse verschiedener Suchmaschinen sammelt, auswertet und nach einem eigenen Mechanismus„rankt“.
Das Besondere an IxQuick ist das, weshalb man sich in der Eigenwerbung als „diskreteste Suchmaschine der Welt“ bezeichnet: Die Suchmaschine speichert, anders als üblich bei der Konkurrenz, die IP-Adresse nicht, vergibt keine identifizierenden Cookies, sammelt keine persönlichen Daten aus denen sich Nutzerporfile erstellen ließen, gibt die Daten nicht an Dritte weiter, verwendet sichere, verschlüsselte Verbindungen (HTTPS/SSL) und verfügt einen vollständigen Proxy-Service. Mit IxQuick lässt sich also wirklich anonym surfen, anders als bei Google, das nicht umsonst als Datenkrake bezeichnet wird.

 

Grün suchen

Mehr die „ideologische“ Seite bedient Ecosia.org, das für sich als „grüne Suchmaschine“ wirbt. Hier wird für jede Suche, die technisch über yahoo / bing abgewickelt wird, Geld für Regenwaldschutzprojekte gesammelt. Das stammt mit aus den Werbeanzeigen – wie Google mit seinen Adwords erhält Ecosia für jeden Klick auf solch eine Anzeige einen Cent-Betrag, der für sinnvolle Projekte eingesetzt wird. Das klingt erst einmal nicht viel aber wie so oft macht auch hier das Kleinvieh den Mist…

Neben den genannten gibt es noch zahllose weitere Suchmaschinen. Im Einzelfall muss man austesten, ob die auch die gewünschten Ergebnisse bringen. Google ist ja nicht umsonst Marktführer geworden – eben auch aufgrund seiner hohen Relevanz. Sollte man mit dem Gefundenen bei IxQuick, Ecosia & Co. zufrieden sein, bietet es sich natürlich an, diese Suchmaschinen öfter zu benutzen. Denn die „Datenkrake Google“ benutzt nur die Informationen, die wir ihr – bewusst oder unbewusst – geben!

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)

Comments Keine Kommentare »

Derzeit sind eine Menge Entwicklungen zu beobachten, die in ihrer Gesamtheit schon sehr erschrecken können. Besonders gut lassen sich diese Entwicklungen an der Diskussion ums Internet sehen. So hat der französische Präsident Sarkozy beim heute beginnenden G8-Gipfel das Thema „Zukunft des Internets” aufs Tableau gebracht. Die großen „Führer” der Weltgemeinschaft diskutieren bei dem Treffen über Datenschutz, Urheberrechte im Netz, Terrorismusbekämpfung und wirtschaftliche Perspektiven der Webbranche. Auch wenn Sarkozy die Freiheit des Internets als Gradmesser der Demokratie herausstellte, so will er auf der anderen Seite das www „zivilisieren”. Was genau das heißt, lässt der streitlustige Franzose offen. Auf jeden Fall schwebt ihm ein stärkerer staatlicher Eingriff in die Digitalwelt vor. In Frankreich gibt es bereits ein Recht, dass es erlaubt, einen Nutzer nach dreimaligem Missbrauch (meist ist damit der Download urheberrechtlich geschützter Dateien gemeint) vom Internet „abzuklemmen”. Dies ist heutzutage gleichbedeutend mit der Kappung einer Vielzahl sozialer Kontakte.

Klauen und Pöbeln

Die Verletzung des Urheberrechts und der zum Teil recht rüde Umgangston im Netz sind zwei Gründe, die Netzregulierer gern zitieren, wenn es darum geht, staatliche Eingriffe ins Internet zu rechtfertigen. Beim Urheberrecht geht es ganz offensichtlich um knallharte wirtschaftliche Interessen. Dass die noch immer eine der stärksten Triebkräfte für Politik sind, wird kaum jemand verwundern. Allerdings wird gern mit zweierlei Maßstab gemessen. Während Suchmaschinengigant Google für seine digitale Bibliothek ganze Werke quasi unbehelligt kopierte, muss der einfach Nutzer aufpassen, wenn er zum Beispiel sein Urlaubsvideo mit kommerzieller Musik unterlegt. Sobald er es bei Youtube oder anderswo im Internet veröffentlicht, hält die GEMA die Hand auf, auch wenn dem Veröffentlichenden keinerlei kommerzielles Interesse nachzuweisen ist.
Das Gezänk in vielen Foren und die zum Teil unterirdischen Umgangsformen sind ein weiterer gern genutzter Vorwand, um Kontrolle auszuüben. Netzaktivisten vertreten eher die Ansicht, dass Gemeinschaften diese Probleme selbst lösen müssen und das scheint mir auch der richtige Weg zu sein. Bestimmte, Gesetze verletzende Angebote kann man schon heute abschalten, immer vorausgesetzt, sie sind im Zugriffsbereich des nationalen Rechts. Andernfalls helfen nur internationale Abkommen über Rechtshilfe. Doch wenn zum Beispiel Nazipropaganda in den USA nicht verboten ist, können die dortigen Ordnungskräfte auch nichts tun, denn schließlich fällt diese Propaganda unter Meinungsfreiheit. Das ist ärgerlich aber das muss man aushalten.

Schweigen ist Gold

Gefahr von ganz anderer Seite droht hingegen bei Rechtsmitteln wie den britischen „Super Injunctions“, die jede Form von Kritik oder auch nur die Nennung eines Sachverhaltes verbieten wollen, so wie aktuell im Fall des Fußballprofis Ryan Giggs. Im schönsten Orwellschen Sinne gilt: Worüber man nicht spricht, das existiert auch nicht. Ein Gesetz schützt die Privatsphäre der Reichen und Mächtigen, egal, was diese für einen Unsinn verzapft haben, die normalen User profitieren nicht davon. Im Falle eines Herr Smith oder einer Frau Miller werden die Richter mit Sicherheit meist das Recht auf freie Meinungsäußerung höher einschätzen, als den Schutz der Privatsphäre. Bei „Promis” sieht das ganz anders aus. Die britischen Medien hielten sich an die Verfügungen, nicht aber ein Unbekannter, der das Geheimnis bei Twitter herauszwitscherte. Das amerikanische Unternehmen verhielt sich in der Folge vorbildlich und sperrte auch auf Anfragen der britischen Justiz das Konto des Enttarners nicht, machte den Tweet sogar noch populär. Ähnlich erfolgreich hatte sich Twitter bereits Ende 2010 gegen einen ähnlichen Knebelvertrag eines US-Gerichts gewehrt, der dem Netzwerk verbot, seine Mitglieder über die gesetzlich erzwungene Weitergabe von Informationen im Zusammenhang mit der Ermittlungen gegen Wikileaks-Informanten zu informieren. Doch was passiert, wenn die großen Dienstanbieter einknicken? Dann ist das Internet als oftmals letzte wirkmächtige Bastion der Meinungsfreiheit erledigt.

Meinungsfreiheit nach Interessenlage

Bisher unerwähnt blieb, dass die Infrastruktur unseres Lieblingsmediums fest in der Hand privater Unternehmen ist. Dass die sich im Zweifelsfalle häufig fürs Geschäft und gegen viel beschworene Werte wie Meinungsfreiheit und Demokratie entscheiden, zeigt das Verhalten von Google in China oder zum Beispiel ein aktueller Fall bei Facebook. Während bei Google die undemokratischen Gesetze des Landes herhalten mussten und der Suchgigant solange das Spiel der chinesischen Regierung mitspielte, bis man sich deren Cyberangriffen ausgesetzt sah, hat das soziale Netzwerk die Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21″ abgeschaltet, mit der Begründung, dass diese gegen die FB-Richtlinien verstieß. Ob allerdings Hinz und Kunz mit einer Forderung nach der Abschaltung einer von ihnen als beleidigend empfundenen Gruppe durchgekommen wären, ist zumindest zweifelhaft.
Dass die Unternehmen unsere Daten bei „Terrorgefahr” und ähnlichen Großereignissen unseren demokratischen Regierungen selbstverständlich zur Verfügung stellen müssen, ist da nur eine Randnotiz. Dank Vorratsdatenspeicherung bis zu sechs Monate. Hat man auf diese Weise keinen Zugriff und ist „Gefahr im Verzuge”, marschiert man auch gern mal mit der Polizei ein und sammelt die Daten-Infrastruktur ein, so wie bei der Piraten-Partei am vergangenen Wochenende. Grund waren „…Vorwürfe, dass Mitglieder des Netzwerks Anonymous auf einer von der Partei betriebenen frei zugänglichen Etherpad-Weiterentwicklung SSH-Schlüssel des französischen Energiekonzerns Électricité de France” veröffentlicht hätten. Mit anderen Worten: Irgendwo auf einem Server der Partei liegen vielleicht sicherheitsrelevante Daten eines Unternehmens und man legt daraufhin die ganze Kommunikation lahm. Nicht bei ein paar bösen Hackern, sondern bei einer in Deutschland zugelassenen PARTEI, die sich zudem noch mitten in einem Wahlkampf befand…

Gefahr aus dem Internet

Die vor kurzem veröffentlichte deutsche Kriminalitätsstatistik hat wieder einmal gezeigt: Die größte Gefahr droht unserer Gesellschaft derzeit aus dem Internet. Die Vergehen und Verbrechen haben in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Wer sein Hirn gebraucht, wird sich darüber jedoch kaum wundern. Zum einen nutzen heutzutage immer mehr Menschen das Internet zum Beispiel zum Bezahlen von Einkäufen oder Dienstleistungen. Klar, dass diejenigen mit krimineller Energie auch verstärkt virtuell unterwegs sind, denn das lohnt sich zunehmend. Wozu mit der Waffe eine Bank überfallen, wenn ich genauso viel Geld vom heimischen Rechner erbeuten kann? Zum anderen ist auch genau diese Vereinfachung ein Grund dafür, dass sich die Straftaten verlagern. Wozu sollten sich die viel zitierten Kinderschänder irgendwo im Hinterzimmer einer Kneipe treffen, wo sie ihre Anonymität aufgeben müssen, wenn sie das Gleiche im virtuellen Raum umsetzen können? Nicht zu vergessen, dass durch die zunehmende Technisierung des Alltags auch der Fokus der Gesetzeshüter immer stärker auf das Internet gerichtet ist. Mit anderen Worten: Man kann diese Zunahme gern zum Schreckgespenst aufbauschen, mit dem man gerade älteren Menschen, die nicht online sind, das Internet als Hort des Bösen und Verderbten verkaufen kann. In Wirklichkeit ist die virtuelle Welt nur ein recht gutes Abbild der realen. Während zum Beispiel der Gelegenheitstäter, der einer alten Dame die EC-Karte aus der Tasche zieht, freudestrahlend am Automaten seinen Hauptgewinn zieht und dabei von der eingebaute Kamera gefilmt wird, zieht der Profi eine Maske über. Ähnlich im Internet: Die Amateure hinterlassen beim Einkauf mit den geklauten Daten ihre eindeutig zuzuordnende IP-Adresse, die Profis verschleiern diese. Den einen erwischt man recht schnell, bei dem anderen wird es etwas schwieriger. Doch so wie der Polizei vor Fingerabdruck und DNA-Analyse einige Übeltäter durch die Lappen gingen, so geschieht dies auch im Netz, bis die entsprechenden Techniken entwickelt sind. Mit anderen Worten: Die Dinge entwickeln sich.
Das Internet ist so gut oder so schlecht, wie die ganze Gesellschaft, eine „Zivilisierung” setzt zwangsläufig da ein, wo sich der Nutzer nicht mehr anonym bzw. unerreichbar für den Arm des Gesetzes fühlt. Die Technik selbst macht es heute schon vielfach möglich, die Trolle und Bösewichte aufzuspüren, gesetzlich sollte es den Behörden auch ein leichtes sein, bei schweren Straftaten die benötigten Informationen zu bekommen.

Consense Reality oder was nicht sein darf, ist nicht

Doch das „Verbrechen” ist es nicht, wovor alle Regierungen, ob offiziell „demokratisch” oder nicht, Angst haben. Es ist vielmehr die so genannte Gegenöffentlichkeit. Sie haben Angst davor, dass Informationen ans Tageslicht kommen, die aus Sicht der Mächtigen lieber im Dunklen blieben. Während die herkömmlichen Medien entweder direkt unter Kontrolle des Staates stehen oder ihre Abhängigkeit auf wirtschaftlichen Verflechtungen beruht, ist das Internet bis zu einem gewissen Punkt noch freier. Hier kann jeder zuerst einmal tun und lassen, was er will. Dazu gehört es auch, Dinge anders zu bewerten, als dies Radio, Fernsehen oder Zeitung tun, denn Aus der „consense reality” oder dem „Frame” brechen die bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht aus. Wenn also die US-Regierung die Tötung Osama bin Ladens für richtig, notwendig und alternativlos verkauft, dann sind es nur die „Verschwörungstheoretiker” im Internet, die daran Zweifel äußern. Die etablierten Medien sagen dazu „Ja und Amen”. Genau drin besteht die Gefahr für Staaten aber auch für große Unternehmen, denn solche Zweifel sind „geschäftsschädigend”. Weshalb jedes Mittel genutzt wird, der freien Meinungsäußerung einen Riegel vorzuschieben. Die Masse der Menschen muss den Eindruck haben, dass es neben der offiziellen Meinung keine andere gibt. Und die paar Störenfriede, die partout nicht die Klappe halten wollen, werden einfach zu Spinnern erklärt oder Dank hanebüchner Gesetze oder konstruierter Vorwürfe mundtot gemacht. (Alternativ kannn man den Betreffenden auch wirtschaftlich den Hahn abdrehen oder sie gesellschaftlich unmöglich machen.)

Eine der größten Gefahren dürfte neben allen staatlichen und juristischen Angriffen jedoch aus der technischen Ecke drohen: Wird die Netzneutralität aufgehoben, könnten beliebte Dienste wie Youtube verschwinden, kleine Seiten, die keine „Maut” für die Datenautobahn zahlen, mit längeren Ladezeiten und damit mit sinkender Attraktivität bestraft werden. Das wäre dann auf jeden Fall das Ende des Netzes, so wie wir es heutzutage kennen…

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)

Comments 1 Kommentar »

Will man eine Website erstellen, sollte man dieses Projekt vorher gut planen. Internetseiten gibt es mittlerweile mehr als genug. Man hat eine Website unter vielen, daher ist es sinnvoll, sich von den anderen Internetseiten abzuheben.
Bevor mit der eigentlichen Programmierung angefangen wird, sind Überlegungen zu Zielgruppe und Zweck des Internetauftrittes notwendig. Eine Hallo-hier-bin-ich-Seite wird nicht sehr viel Aufmerksamkeit erregen. Weiß man, wen man ansprechen möchte, sind schon im Vorfeld wichtige Fragen zum Inhalt und zur technischen Umsetzung klar. Es kann definiert werden, was die Zielgruppe inhaltlich erwartet, welche Internetkompetenz vorhanden ist und mit welcher technischen Ausstattung zu rechnen ist.
Der Betreiber muss sich im Klaren sein, welche Inhalte er kommunizieren möchte. Von Anwenderseite stellt sich die Frage der Präsentationsform. Dabei muss noch eine dritte Position berücksichtigt werden: die Suchmaschinen. Schließlich will niemand eine Website erstellen, die dann nicht gefunden wird; Suchmaschinen sind der zentrale Erfolgsfaktor einer Website.
Bei der inhaltlichen Gestaltung, ist es wichtig, keine Textfriedhöfe entstehen zu lassen. Um eine benutzerfreundliche Website erstellen zu können, muss man nur wenige, wirklich wichtige Punkte beachten. Die Texte sollten klar strukturiert, kurz und verständlich sein. Nach dem Gestaltungsprinzip von Frank Lloyd Wright “Form follows function” wird dann das Design der Website erstellt. Ganz wichtig dabei ist, dass der Internetauftritt dem Nutzer gefällt, dass er diesen anspricht. Frei nach dem Motto “Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler”, stehen die Anforderungen des Nutzers immer im Vordergrund.
Sind diese groben Strukturen festgelegt, die Inhalte soweit erarbeitet, dann folgt die Feinarbeit. Die Optimierung beginnt. Das fängt bei Fotos und Animationen an, die so optimiert sein sollten, dass keine unnötig langen Ladezeiten entstehen. Texte müssen auf Lesbarkeit hin überarbeitet werden. Jetzt muss die Seite nur noch online gestellt werden, mit entsprechender Werbung kommen die ersten Besucher. Den Erfolg einer Website kann man mit einfachen Analyse- und Statistiktools, die zum Teil kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden, kontrollieren, was man nach einer vorher bestimmten Zeit auch tun sollte. Eine Website erstellen ist kein Hexenwerk.

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)

Comments Keine Kommentare »

Wer hat sich nicht schon einmal darüber aufgeregt, zumindest aber gewundert, wenn er eine komplett unpassende Werbung neben einem Online-Artikel fand. Also etwa die Anzeige für einen Urlaubsflug neben der Meldung über einen Flugzeugabsturz. Die Zeitschrift Internetworld hat auf ihrer Internetseite eine ganze Rubrik diesen „Bad Ads“ (bösen Anzeigen) gewidmet. Wie kann es aber zu solchen „Ausrutschern“ kommen.

Im Zeitungsgeschäft laufen redaktioneller und Anzeigenteil getrennt voneinander. Das muss auch so sein, denn schließlich soll die Presse ja unabhängig sein. Hat also ein Unternehmen einen Anzeigenplatz gebucht, der für gewöhnlich nach Spaltenanzahl (Breite) x Millimeter (Höhe) bezahlt wird, dann wird die Anzeige auf eine entsprechenden Seite gesetzt (z.B. im Wirtschaftsteil). Dadurch beschränkt sich der Platz für den Artikel – so zum Beispiel von 100 Zeilen ohne auf 75 Zeilen mit Anzeige. Mit anderen Worten: Es ist eigentlich nur eine Frage des Layouts. Beim Setzen der Zeitung achtet der Graphiker dann darauf, dass Anzeige und Text zusammen passen, zudem gibt es noch eine Endkontrolle durch den Chef vom Dienst, den ranghöchsten Journalisten. Aus diesem Grunde passiert es eher selten, dass „Bad Ads“ in der Zeitung auftauchen. Ganz ausgeschlossen ist solch ein Fauxpas jedoch nicht, wie das Beispiel einer eon-Werbung neben einem Artikel über das KZ Auschwitz zeigt. Der Slogan „e.on sorgt schon heute für das Gas von morgen“ bekommt in solch einer Nachbarschaft einen sehr anrüchige Deutung. Ein Fehler, der der Redaktion hätte auffallen müssen.

Warum passieren ähnliche Fehler im Internet aber öfter? Die Antwort ist recht einfach: Die Anzeigen werden automatisch nach Schlagwörtern oder „tags“ geschaltet. Wenn also die Worte „Auto“, „Unfall“ und „Sachschaden“ in einem Text vorkommen oder gar vom Redakteur als Schlagworte angelegt wurden, schaltet das System (häufig Google Adsense) die passende Anzeige dazu, zum Beispiel für eine KfZ-Versicherung. Wenn die dann mit dem Spruch wirbt „Sicherheit auf der Überholspur“ und der Unfall durch einen Raser verursacht wurde, der einen anderen Verkehrsteilnehmer von der Straße gedrängt hat, bekommt das Ganze einen faden Beigeschmack. Zwar lassen sich auch bestimmte Ausschließungs-Tags definieren, wie zum Beispiel „Tote“, um nicht in diese Falle zu tappen aber da Niemand die Anzeige redaktionell überprüft, kann die Schaltung trotzdem daneben gehen.

Wer also in Zukunft wieder solche Anzeigen sieht, der vermute dahinter nicht Boshaftigkeit oder extrem schwarzen Humor der Journalisten, sondern einfach unvollkommene Technik. Sicher wird dieses Problem irgendwann einmal behoben werden, wenn die Maschinen aus dem Text herauslesen können, ob diesem eher eine positive oder negative Konnotation zuzuordnen ist. Aber allein die schiere Masse an Websites, die automatisch mit Werbung bestückt wird, sorgt dafür, dass die „Bad Ads“ wohl nicht aussterben werden. Nobody is perfect; nicht einmal die Maschinen.

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 0 (from 0 votes)

Comments Keine Kommentare »