Archiv für die Kategorie: “Beziehung”

Unsere heutige Welt ich hoch technisiert. Ein Leben ohne die elektronische Datenautobahn fast gar nicht mehr denkbar. Diese Technisierung erstreckt sich auf immer mehr Bereiche unseres Lebens und der Gesellschaft. Auch alt tradierte Verfahren wie die Scheidung sind diesem Veränderungsprozess unterworfen. Diesbezüglich etabliert sich in den letzten Jahren die Online-Scheidung immer stärker in der Öffentlichkeit, wobei der Begriff bei den meisten Menschen immer noch ein Gefühl des Unbehagens und der Skepsis hervorruft.
Die Online-Scheidung beschreibt hierbei keineswegs den Erhalt des Urteils via Internet. Vielmehr kann mit dieser modernen Variante der Scheidung die gesamte Korrespondenz mit dem Rechtsanwalt per Telefon, Fax sowie E-Mail erfolgen. Diese Vorgehensweise führt letztlich dazu, dass man neben einer Menge Zeit auch viel Geld sparen kann. Darüber hinaus ist es so möglich, die Online-Scheidung ortsunabhängig durchführen zu lassen. Demnach könnte man sich, selbst wohnhaft in München, von einem Anwalt in Hamburg betreuen lassen. Für den notwendigen Termin vor Gericht würde der Anwalt dann selbst anreisen oder einen Kollegen damit beauftragen. Dieser Aspekt ist insbesondere für Menschen aus ländlicheren Gegenden von Vorteil, denen es aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten nur schwer möglich ist, die urbanen Zentren unserer Republik zu erreichen.
Neben diesen signifikanten Vorteilen der Online-Scheidung muss man ferner auf die Einschränkungen des Verfahrens hinweisen. In diesem Kontext ist die Online-Scheidung fast ausschließlich für Paare geeignet, die sich bereits im Vorfeld über grundlegende Sachverhalte einig sind (Sorgerecht, Unterhalt etc.). Außerdem wird von Kritikern häufig angeführt, die Online-Scheidung würde die Anonymität verstärken und in Folge dessen die Beratung seitens des Anwalts verschlechtern. Diesbezüglich sei darauf hingewiesen, dass es auch bei einer Face-to-face Interaktion zu Beratungsfehlern kommen kann. Nicht das Medium ist ausschlaggebend für die Qualität, sondern der jeweilige Rechtsanwalt.

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Pünktlich zum Weltmännertag hat das Partnervermittlungsportal ElitePartner einen Männerkompass veröffentlicht, der sich zwar nicht mit der Gesundheit dafür aber mit einer anderen wichtigen Form des männlichen Wohlbefindens befasst. Wie leicht zu erahnen geht es hierbei die Partnerschaft. Zweimal im Jahr veröffentlich Elite-Partner diese Studien zu Einstellungen, Wünschen und Lebensart von Singles – für den Männerkompass wurden die Ergebnisse von Untersuchungen aus den Jahren 2008 bis 20101 zusammengefasst.

Der erste Eindruck entscheidet. Punkt 1 des Kompasses widmet sich deshalb dem Äußeren der Wunschpartnerin. Kombiniert man alle Topergebnisse, so entspricht die ideale deutsche Frau den gängigen Klischees: Sie ist blond, blauäugig, schlank und 1,60 bis 1,70 Meter groß, also höchstwahrscheinlich etwas kleiner als ihr Partner. Erfreulich: Die medial heftig angepriesene “Modellfigur” – schaut man sich heute auf den Laufstegen um, sind damit wahrscheinlich die klapperdürren Kleiderständer gemeint – halten gerade einmal 5 Prozent der Herren für attraktiv. Wirklich überraschend kann ich das nicht finden. Den Rest des Eintrages lesen »

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Dem Einen oder Anderen fällt es manchmal schwer, mehr von seiner romantischen Seite zu zeigen. Ein guter Weg um dies zu ändern, sind Liebessprüche. Ob als SMS, E-Mail, auf Social-Network-Webseiten oder einfach persönlich mitgeteilt: Liebessprüche eignen sich in vielen Situationen, um dem Partner zu zeigen, wie sehr man ihn gern hat. Doch was, wenn der richtige Spruch fehlt und man keine geeigneten Zeilen schreiben kann?

Hier kann das Internet eine große Hilfe sein. Viele verschiedene Seiten rund ums Thema Liebessprüche bieten viele kreative Sprüche, die für jede Gelegenheit geeignet sind. Ob persönlich oder über andere Kommunikationsmittel, Liebessprüche eignen sich immer. Oft sind diese auch mit einem gemalten Bild, einer besonderen Fotografie oder einer Collage beziehungsweise eines bearbeiteten Bildes verbunden, die den Hintergrund der Liebessprüche noch verdeutlicht. Des Weiteren gibt es auf manchen Webseiten digitale Grußkarten, die Liebessprüche enthalten und die man direkt an die E-Mail-Adresse des Anderen schicken kann. Auch diese sind meist sehr liebevoll gestaltet. Wer sonst eher zurückhaltend ist mit Liebesgeständnissen, der sollte vielleicht darauf achten, die Liebessprüche nicht ins Kitschige laufen zu lassen. Doch gerade solchen Menschen seien Liebessprüche ans Herz gelegt, da es meist leichter fällt, romantische Inhalte in dieser Form auszudrücken. Den Rest des Eintrages lesen »

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Wenn Westdeutsche auf Ostdeutsche schauen, dann sehen sie diese vor allem als Ewiggestrige, die ihrem plüschigen DDR-Sozialismus nachtrauern. Angeblich könne sich rund ein Viertel der Ex-DDR-Bürger nicht von der guten alten zeit trennen. Dies zeigt wieder einmal schön ein aktueller Kommentar von Martin Kessler aus der Rheinischen Post.
Als erstes stellt sich mir eine ganz naheliegende Frage: Hat diese Zahlen eigentlich schon einmal jemand ins Verhältnis dazu gesetzt, wie viele Westdeutsche nach dem zweiten Weltkrieg der Meinung waren, dass unter Hitler nicht alles schlecht gewesen sei? Vielleicht ist dieser Anteil an Nostalgikern, die nur die guten Dinge sehen wollen und die schlechten ausblenden ja eine ganz normale menschliche Konstante? Vielleicht sagt der Anteil aber auch etwas darüber aus, für wie viele Menschen sich die Hoffnungen auf Verbesserung nicht erfüllt haben? Vielleicht sind die Ostalgiker vor allem alte Menschen, die einfach mit den Veränderungen nicht mehr zurecht kommen, wie ältere Menschen allgemein mehr Probleme damit haben, sich an neue Lebensumständen anzupassen.

Was die meisten „Besserwessis“ übersehen, ist die Tatsache, dass sie im derzeit herrschenden Gesellschaftssystem aufgewachsen sind und somit alle Zeit hatten, sich mit den Gepflogenheiten vertraut zu machen. Auch wurde ihr Charakter entsprechend geprägt. Ältere Ostdeutsche haben oft das Problem, dass die erlernten Verhaltensweisen nicht mehr taugen. Gerade im wirtschaftlichen Bereich sind sie eher zögerlich und unselbstständig. Kein Wunder, dass die Westdeutschen sie für ein bisschen beschränkt halten. Ob die Kritiker allerdings selbst zu einer solchen Anpassungsleistung fähig gewesen wären, diese Frage stellen sie sich wohl eher selten bis gar nicht.

Als eher belustigend in besagtem Kommentar finde ich die Aussage „vom riesigen Wohlstandsgefälle gegenüber dem Westen“. Heute haben wir dieses Wohlstandsgefälle innerhalb der Gesellschaft. Ob das so viel besser ist, wage ich zu bezweifeln. Andererseits ist dem Kommentator wohl auch kaum bewusst, dass nicht wenige Ostdeutsche die kapitalistische Konsumgesellschaft als kalt und maßlos empfinden und sie deshalb ablehnen. Zu Recht, wie ich finde. Die Idee eines „dritten Weges“, die in der Zeit der Wendewirren insbesondere in bürgerbewegten Kreisen umher schwirrte ist Herrn Kessler sicher noch nie gekommen. Es ist aber auch nicht alles gut im Westen.

Regelrecht boshaft ist die Passage, in der die Kosten vorgerechnet werden: „Die Reparatur der schlimmsten Mängel kostete den Westen bis heute mehr als 1,2 Billionen Euro.“ Das ist so nicht richtig, denn die Kosten haben die deutschen Steuerzahler, also nach der Einverleibung, äh Einheit auch die Ostdeutschen, getragen. Nicht zu reden von den zahllosen westdeutschen Firmen, die vom neuen Absatzmarkt profitierten, nachdem die rentablen Reste der DDR-Volkswirtschaft entweder verhökert oder zerschlagen wurden.

Dass die deutsche Einheit noch nicht wirklich vollzogen ist, ist nicht allein Fehler der Ostdeutschen, der Anteil der Wessis ist mindestens ebenso groß. Es bringt daher nichts, ständig mit dem Finger auf den anderen zu zeigen, vielmehr ist es endlich an der Zeit, die Gräben zu schließen und das sind vor allem soziale Gräben. Das ungerechte Sparprogramm der Bundesregierung macht da aber wenig Hoffnung. In Abwandlung eines Spruches aus einem meiner Lieblingsfilme – „Was tun, wenn’s brennt?“ – möchte ich daher diese Meinungsäußerung mit einem Satz beenden, den sich die Herren von der Rheinischen Post hinter den Spiegel stecken sollten: „Die Grenzen verlaufen längst nicht mehr zwischen Ost und West, sondern zwischen denen, die’s geschafft haben und denen, die es nicht geschafft haben.“

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Mit Klatsch und Tratsch verdient eine Menge Leute Geld und das nicht einmal schlecht. Das geht natürlich nur, weil eine Nachfrage existiert. Wenn all die Millionen Leser der Yellow Press statt an Gerüchten über Stars an Hintergrundinformationen über die Situation im Irak, an Fakten zum Thema Atomausstieg oder an Analysen zu Vor- und Nachteilen der Kopfpauschale für das Gesundheitssystem interessiert wäre, dann gäbe es all die Zeitungen und Zeitschriften nicht. Die existieren aber immer noch und das liegt am Klatschbedürfnis der Menschen. Ist ja im Prinzip auch nicht allzu schlimm, wenn Müller und Meyer über Schulze tratschen. So interessant ist Schulze dann auch wieder nicht und damit verebbt das Gerede meist nach kurzer Zeit.
Versetzt man sich jedoch in die Rolle eines Prominenten, dann sieht das schon anders aus, denn wer gelegentlich oder oft auf Bildschirm oder Kinoleinwand präsent ist, dem ist Aufmerksamkeit in allen Lebenslagen sicher. Derzeit steht der schottische Schauspieler Ewan McGregor (u.a. Star Wars, Train Spotting) im „centre of attraction“, wurde der verheiratete Mime doch eng umschlungen mit Kollegin Mélanie Laurent in Paris gesehen und fotografiert. Die Society-Presse spekuliert nun darüber, ob der Vater zweier Kinder eine Affäre am Laufen hat oder ob das Ganze harmlos ist. Eine Spekulation, an der ich mich nicht beteiligen möchte, da ich keinerlei Einblick in das Liebesleben McGregors habe – wie höchstwahrscheinlich auch die meisten „Experten“ nicht. Ich stelle mir nur vor, was wäre wenn ich am morgen die Emails checke und im Newsletter einer großen Klatschzeitung Bilder von mir und einer Dame sehe, Arm in Arm. Und mir dabei vorstelle, dass meine Frau, meine Kollegen, Freunde und Bekannte das ebenfalls sehen. Da kann man nur hoffen, dass die Fotografen so fair waren, Herr McGregor darüber zu informieren, dass er „abgeschossen“ wurde. Damit wäre ihm wenigstens die Möglichkeit gegeben, seiner Frau zu beichten und um Verzeihung zu bitten – immer vorausgesetzt es ist überhaupt etwas passiert – bevor die beim Morgenkaffee aus den Schuhen kippt und sich gleich auf Partnersuche macht.
Eine Gefahr besteht immer bei dieser überhitzten Berichterstattung über die Stars. Möglicherweise sind solche „Aufreger“ nämlich inszeniert und der „betroffene“ Schauspieler sitzt lachend im Kreise seiner Familie und freut sich über die zusätzliche Popularität…

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