Archiv für die Kategorie: “Allgemein”
Die Sächsische Zeitung aus Dresden überraschte ihre Leser heute mit folgender Meldung: „Ein sächsischer Beamter klagt gegen den Freistaat auf Kostenübernahme für das Potenzmittel Viagra. Er hatte insgesamt drei Potenzmittel verschrieben bekommen und verlangt deshalb einen Zuschuss über die Hälfte des Preises von rund 748 Euro.“ Das Landesamt für Finanzen lehnte die Forderung selbstverständlich ab, mit der Begründung, dass es sich bei der Behandlung um keine Heilbehandlung sondern um einen Erhöhung der Lebensqualität handele.
Wäre es nicht so traurig, könnte man drüber lachen. Welcher Beschäftigte in der freien Wirtschaft würde sich getrauen, seinen Arbeitgeber für Viagra zur Kasse zu bitten? So etwas kann sich nur ein Beamter erlauben. Wenn man nicht gerade Pornostar ist, sollte die sexuelle Leistungskraft während der Arbeitszeit eigentlich keine Rolle spielen. Mir ist natürlich klar, dass Impotenz durchaus eine psychische Belastung sein kann. Gerade jemand, der als Beamter ständig im Rahmen seiner Entscheidungsfreiräume über Wohl und Wehe anderer bestimmt, kann ein wenig Selbstvertrauen gut gebrauchen. Wüsste der abgewiesene Bittsteller, dass der Herr hinter dem Tresen keinen mehr hochkriegt, würde er vielleicht nicht mit gesenktem Haupt und demütig das Amt verlassen, um beim nächsten Mal die erforderlichen Anträge vollständig ausgefüllt und in zehnfacher Ausfertigung pflichtschuldig auf den Tisch zu legen. Stattdessen ginge er mit einem süffisanten Grinsen zur Türe hinaus, dem Beamten beim nächsten Besuch ein „Wie steht’s… um mein Anliegen?“ zur Begrüßung zuwerfend.
Sexuelle Potenz hat auch immer was mit Machtgefühlen zu tun. Wer sich als Mann in Zweifel gezogen sieht, kann vielleicht wirklich nicht mehr vorbehaltlos über Anträge entscheiden, ganz zu schweigen vom persönlichen Leid, das eine solche Situation mit sich bringt. Aber mal ganz ehrlich: Muss dafür wirklich der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden? Haben Beamte nicht ihre eigenen Krankenkassen, die diese Kosten übernehmen können? Wie weit geht eigentlich die Vorsorge des Staates für seine „Diener“?
PS: Das Verwaltungsgericht Leipzig gab übrigens dem Beamten recht. Jetzt muss sich das Oberverwaltungsgericht Bautzen mit dem Streit befassen
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Es ist immer wieder interessant, was man sich Alles einfallen lassen kann und muss, um in aller Munde zu sein. Die Website Iphoneohnevertrag.de sponsort zu ihrem zweiten Geburtstag ein Apple iPhone 3GS 32GB in schwarz (ich dachte, die Teile wären immer weiß – ich bin einfach nicht auf der Höhe der Zeit). Gewinnen kann das derjenige, der am Stichtag 29. Januar bei Google als “iPhonekönig” ganz vorn steht. Die Suchmaschinenoptimierer rotieren und bieten den sie unterstützenden Websites ihre Hilfe. Ich werde das mal nutzen, in der Hoffnung, ein paar mehr Leser zu gewinnen. Denn so einfach seine Meinung in die Welt hinauszuschrei(b)en und das ohne jede Reaktion ist irgendwie nicht so prickelnd…
Abschließend wäre noch zu klären, was ein iPhonekönig eigentlich für Aufgaben hat. Genau betrachtet steht dieser Titel am ehesten wohl Steve Jobs zu.
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Geschrieben von Peer in Allgemein
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Das Wetter derzeit macht mich fertig. Gefühlte 20°C, in Wirklichkeit sind es vielleicht 10°C. + zehn Grad (!) Anfang Dezember! Ich will Winter! Schnee, Eis, Kälte. Der Klimawandel ist längst da.
Heute ist dieser Klimagipfel. Rauskommen wird dabei wieder nichts, außer ein paar Absichtserklärungen. Da werden wir wohl irgendwann als Grillhähnchen enden, mit nassen Füßen.
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“Wir wollen doch nicht vergessen, daß es unseren Zeitungen viel weniger darum geht, die Sache der Wahrheit zu fördern, als vielmehr darum, eine Sensation zu schaffen – Aufsehen und Eindruck zu machen. Für das erstere tun sie nur dann etwas, wenn das letztere dabei herausspringt…”
Edgar Allen Poe, “Das Geheimnis um Marie Rogêt”
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Bereits im Jahr 1824 entdeckte der französische Mathematiker und Physiker Jean Baptiste Joseph Fourier den „Glashauseffekt“, 1958 begann der US-Klimaforscher Charles D. Keeling mit der systematischen Erforschung der globalen Erwärmung. Weitere Jahrzehnte dauerte es, bis die Klimaerwärmung von großen Teilen der Forschung als Fakt akzeptiert wurde. Und erst langsam setzt sich auch in breiten Teilen der Bevölkerung die Auffassung durch, dass uns ein Klimawandel bevorsteht, der für die ganze Menschheit dramatische Folgen haben kann. Nur noch wenige Skeptiker zweifeln daran, dass die sich abzeichnende Erwärmung menschengemacht und keine „statistische“ Schwankung ist. Ein paar Unbelehrbare freuen sich halb im Scherz darüber, dass es bei uns in Europa wärmer wird, doch auch diesen Zeitgenossen sollte aufgefallen sein, dass sich zum Beispiel Unwetter und Klimaanomalien häufen. Vom unbeschwerten „endless summer“ kann also keine Rede sein, ganz zu schweigen davon, dass die heimische Vegetation als Basis unserer Ernährung und Erholung Schäden von einer dauerhaften Erwärmung davontragen würde. Es ist also allerhöchste Zeit, etwas zu tun.
Als wesentliche Triebkraft der Klimaerwärmung wurde das durch Verbrennungsprozesse fossiler Rohstoffe freigesetzte Kohlendioxid identifiziert. Die logische Schlussfolgerung daraus liegt auf der Hand: Es gilt den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Dies kann durch Substitution geschehen oder aber durch Einsparung.
Die große Trägheit der natürlichen Systeme hat zur Folge, dass wir das Kohlendioxid in der Atmosphäre nicht von heute auf morgen reduzieren können. Selbst wenn ab dem morgigen Tag kein Gramm CO2 mehr ausgestoßen würde, dauerte es ca. 20 Jahre, bis der Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre gestoppt wäre, erst dann würde sie langsam wieder absinken. In der Realität waren wir jedoch noch nie so weit von einer Kohlendioxid-Reduktion entfernt wie zur Zeit! Wissenschaftler befürchten, dass irgendwann auch „nichtlineare Effekte“ eintreten. So könnten die Ozeane als größte globale CO2-Speicher wegfallen, weil das Lösungsvermögen für das Treibhausgas erschöpft ist.
Sollte die Lage kritisch werden, erinnert sich die Menschheit mit Sicherheit an ihre Kohlendioxidfreien Methoden zur Energieerzeugung. Dass die „CO2-freie“ Verbrennung von Kohle oder Öl nicht als Augenwischerei ist, sollte jedem physikalisch gebildeten Menschen klar sein, die Endlagerung des Gases kostet zusätzliche Energien, die den Wirkungsgrad der Verbrennung unnötig schmälern, ganz zu schweigen von „Nebeneffekten“ wie der Versauerung des Wassers beim Verklappen von CO2 im Meer oder ähnlichen hanebüchenen Vorhaben.
Den alternativen Energien wird immer nachgesagt, dass sie nicht in der Lage wären, unseren Energiebedarf zu decken und es ist davon auszugehen, dass die derzeit vorhandenen Techniken und die Form ihrer Anwendung dazu wirklich nicht in der Lage sind. Und genau hierin besteht eine weitere Gefahr der Diskussion über den Klimawandel. In kritischen Situationen werden die Anhänger der Atomkraft wieder massiv auf den Plan treten und diese als Lösung all unserer Probleme feiern. Maschinen – ob mobil oder stationär – lassen sich mit Atomstrom antreiben, erstere müssen selbstverständlich mit den entsprechenden Akkumulatoren ausgerüstet werden – Häuser beheizen, die Kommunikation aufrecht erhalten. Es gibt eigentlich nichts, was sich nicht durch Atomstrom substituieren ließe. Die Freunde schneller und einfacher Lösungen werden jubeln. Doch bei genauer Betrachtung ist das logischerweise eine Milchmädchenrechnung: Mit jedem neugebauten Atomkraftwerk erhöht sich die Gefahr einer Reaktorkatastrophe, schließlich ist jede vom Menschen erdachte Technik fehlbar und eine 100-%ige Sicherheit kann es nicht geben. Doch selbst wenn uns solche Katastrophen erspart bleiben, ist noch immer nicht geklärt, was mit den radioaktiven Rückständen geschehen soll. Eine dauerhafte Lösung ist nicht in Sicht, kann es auch nicht geben, denn die Strahlungsintensität nimmt nur extrem langsam ab – die Halbwertszeit von Plutonium liegt bei über 24.000 Jahren, von Uran 235 bei 700 Millionen Jahren, bei Uran 238 gar bei 4 Milliarden Jahren. Wer kann über solche Zeiträume die Sicherheit unterirdischer Lager garantieren? Da bliebt nur, den Strahlenmüll ins All zu schießen…
Sollte der Klimawandel zu einer „Rückbesinnung“ auf die Atomkraft führen, so wäre dies tragisch. Quasi handelte es sich dabei um die Wiederholung der Geschichte. Als unsere Vorfahren begannen Kohle aus der Erde zu graben und nach Öl zu bohren, dachte noch niemand an die Folgen in hundert oder mehr Jahren. Wir hingegen wissen heutzutage, welche Gefahren von der Atomenergie ausgehen, weshalb wir ihre Nutzung auf ein Mindestmaß beschränken sollten.
Vielmehr erscheint es sinnvoll unsere geistige und materielle Energie in die Erforschung alternativer Energiequellen zu investieren. Auf diesem Wege hat es bereits schon viele Erfolge gegeben aber auch einige Fehlentwicklungen. Man denke an die nicht allzu weit zurückliegenden Diskussionen zum Biospritanbau in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Auch die Ökobilanz anderer alternativer Energien fällt nicht immer positiv aus. Wenn für die Herstellung zum Beispiel eines Windrades mehr Energie verbraucht wird, als es in seiner Lebensdauer erzeugt, dann ist das nicht gut. Sicher ist, dass die Sonne noch so lange scheint, wie wir Menschen existieren, das Wind weht und Wasser fließt. Erdwärme und Gezeitenenergie sind weitere mögliche Quellen. Insbesondere die solare Kraft harrt der effektiveren Nutzung. Globale Lösungen – selbstverständlich ist es sinnvoller Sonnenergie dort zu erzeugen, wo es viel Sonne und die entsprechenden Flächen gibt, z.B. in Wüsten – werden neben lokalen stehen müssen, z.B. neben Blockkraftwerken für eine Siedlung. Die großindustrielle zentralisiere Energieerzeugung wird an Bedeutung verlieren, der verlustreiche Transport wird zurückgehen.
Fürs Erste ist es unvermeidlich, dass wir unseren Energiehunger drosseln. Vieles von dem, was wir erzeugen und konsumieren ist überflüssig oder zumindest verzichtbar, genauso wie ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs. Ohne Einschränkungen bezüglich unseres „Lebensstandards“ werden wir den Klimawandel wohl kaum überstehen. Es ist nur noch eine Frage, wann uns – oder unseren Nachfahren – die Rechnung für unser Fehlverhalten präsentiert wird; nur die Höhe können wir (vielleicht) noch beeinflussen. Damit das Erwachen nicht zu böse wird, müssen wir endlich in die Gänge kommen…
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Nicht erst seit Beginn der Wirtschaftskrise ist Deutschland extrem verschuldet. Wer sich dauerhaft deprimieren lassen will, der kann sich auf www.ag-edelmetalle.de einen Quellcode kopieren und die aktuelle deutsche Schuldenuhr auf seiner Website einbinden
Der derzeitige Stand (4. September 2009, 14.10 Uhr) beträgt:

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