Archiv für 24. März 2010

Das Berufsleben ist heutzutage eine sehr wechselvolle Sache. Zum einen schreitet in vielen Berufen die technische Entwicklung so schnell voran, dass sich innerhalb nur weniger Jahre in manchen Branchen grundlegende Dinge ändern. Man denke nur an die Mikroelektronikindustrie. Zum anderen gibt es mittlerweile kaum noch einen Arbeitnehmer, der sein ganzes Leben ein und denselben Job macht. Das Umlernen oder Umschulen gehört für viele zum Alltag. Doch auch Selbstständige sind davon „betroffen“. Wer in seinem Business erfolgreich sein will, der muss über seine eigentliche Arbeit hinaus zumindest die Grundbegriffe von Finanzbuchhaltung, Steuerrecht, Marketing etc. beherrschen, um nicht Gefahr zu laufen, trotz einer guten Geschäftsidee zu scheitern.
Der Bedarf an Wissen ist groß und so verwundert es nicht, dass sich zahllose Anbieter auf dem Markt für Weiterbildung und Seminare tummeln. Für welchen sich der einzelne Wissensdurstige entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen selbstverständlich von Termin und Dauer der Weiterbildung. Nicht immer passt jeder Zeitpunkt und der Aufwand muss selbstverständlich im Verhältnis zum Nutzen stehen. Ein Selbstständiger wird es sich kaum zeitlich leisten können, zwei Wochen ein Seminar zu besuchen und während dieser Weiterbildung nicht für seine Kunden erreichbar zu sein. Auch gibt es in vielen Branchen Stoßzeiten, in denen jede Minute zählt und Perioden, in denen nicht viel passiert. Letztere eignen sich logischerweise besser für die Weiterbildung.
Entscheidend sind selbstverständlich auch die Kosten für die Weiterbildung. Für abhängig Beschäftigte trägt die der Arbeitgeber, immer vorausgesetzt, das Seminar hat etwas mit den beruflichen Aufgaben des Mitarbeiters zu tun. Als Angestellter tut man gut daran, seinen Chef von der Notwendigkeit einer Weiterbildung zu überzeugen, denn man fällt ja zumindest ein paar Tage aus und erzeugt zusätzliche Kosten. Um die zu minimieren, lohnt es sich, nach Fördermöglichkeiten zu schauen. Oftmals steuern Handwerkskammer, Arbeitsamt oder Berufsgenossenschaft ihren Teil bei. Das gilt selbstverständlich auch für die Weiterbildung Selbstständiger. Da viele von ihnen (zwangsweise) Mitglied in der IHK sind, ist es für sie sinnvoll, sich dort über Förderangebote für die Weiterbildung zu informieren.

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