Eine Hasstirade auf die derzeit dümmste Sendung im Deutschen Fernsehen
Derzeit läuft die x-te (ja, die wievielte denn eigentlich) Staffel des so genannten Dschungelcamps, einer widerlichen Selektionsshow, die so weit unter Niveau ist, dass sie eigentlich verboten gehört. Knapp sieben Millionen Menschen scheint das nicht zu stören, denn sie schauen sich diesen Dreck im australischen Dreck an. Präsentiert von den scheinheiligen Moderationsattrappen Dirk Bach und Sonja Zietlow, deren IQ nur geringfügig über dem ihrer „Fähäns“ liegt, fressen B- und C-Prominente Würmer, halten ihre Brustimplantate in die Kamera oder keifen sich gegenseitig voll. Nicht zu vergessen, die medienwirksamen Nervenzusammenbrüche der zerrütteten Ex-Stars.
Im Dschungelcamp präsentiert sich die Medienindustrie auf ihre zynischste und brutalste Art und gleichzeitig bekommt jeder, der Willens ist zu sehen, wie weit die Verblödung und Verrohung des Volkshohlkörpers vorangeschritten ist.
So grausam das ist, so ist das bildungsferne Urwald-Spektakel die eine Seite, viel schlimmer aus meiner Sicht ist, dass selbst „seriöse“ Zeitungen diesem Quotenshit Platz einräumen, von all den promigeilen Internetportalen, Quatsch- und Tratschblogs und „Leifsteil“-Magazinen mal abgesehen. Selbst beim besten Willen ist es kaum möglich, den Titten von Frau Schäfer zu entgehen oder mitzubekommen, wer gerade von seinem Einsatz im Ekel-TV erlöst wurde. Warum eigentlich: Wenn Mändy, Sindü und Kävin das so wollen? Nein, vor allem, weil auch das bescheuertste Publikum noch immer Geld in der Tasche hat, das man aus selbiger ziehen kann. Reichlich Gelegenheit für die „Medien“ billigen „Content“ zu erzeugen, um den herum sich hübsche Anzeigen schalten lassen. Das ist zwar alles komplett hirnlos aber einträglich. Und solange es genügend Vollpfeifen gibt, die sich vom Gang nach Canberra und weiter einen Anschub ihrer schon längst verendeten Karriere erhoffen, und solange es noch genügend unterbelichtete, boshafte Menschen gibt, die sich daran freuen, wenn Andere fertig gemacht werden, solange wird es solch abartige und menschenverachtende Sendungen geben. Schöne neue Welt.
Heute möchte ich einen Blog empfehlen, der sich fundiert mit medizinischen Themen im weiteren Sinne beschäftigt. Der Blog des österreichischen Medizin-Journalisten Bert Ehgartner trägt den schönen Titel „Gesund bis der Arzt kommt“.
Ein wenig medizinisches Wissen sollte man schon haben, um die extrem ausführlichen Artikel zu verstehen, doch im Großen und Ganzen muss man kein Fachmann sein. Bei unbekannten Begriffen lässt sich zudem auch die Wikipedia oder ein Medizinlexikon bemühen. Was aus meiner Sicht der große Vorzug der Artikel Ehgartners ist, ist dass dieser eine sehr neutrale Position einnimmt. Soll heißen, dass er recht genau nach der Sinnfälligkeit einer Behandlung schaut und auch nach den wirtschaftlichen Interessen, die z.B. bei der Durchsetzung von Medikamenten am Markt eine Rolle spielen. Schon beim kurzen Überfliegen der ausführlichen Beiträge habe ich einige interessante Informationen gefunden. So u.a., die These, dass die immer noch wenig erfolgreiche Bekämpfung von AIDS daran kranken könnte, dass sich die Forschung zu sehr auf das Virus konzentriert und Kofaktoren vernachlässigt. Oder dass Zusatzstoffe bei Impfungen für bestimmte Komplikationen verantwortlich sein könnten. – Der Konjunktiv ist hier bewusst gewählt, denn Ehgartner geriert sich auch nie als Vertreter der einzig selig machenden Wahrheit. Das macht ihn schon einmal sehr sympathisch.
Als medizinische Laien fühlen wir uns mehr und mehr den Machenschaften einer ökonomisch hochpotenten Pharmaindustrie ausgeliefert. Hintergrundinformationen wie die in Ehgartners Blog können da eine sinnvolle Orientierung geben. Anderseits sind sie auch ein vorbeugendes Mittel gegen all die unwissenschaftlichen Quacksalbereien, denen zum Teil total abstruse Vorstellungen zugrunde liegen. Der Autor ist dabei kein „Gott in Weiß“, der alles besser weiß und aus einem wissenschaftlichen Elfenbeinturm heraus argumentiert; in Ehgartners Blog haben zum Beispiel auch Themen wie Schamanismus ihren Platz. Insgesamt ein sehr lesenswerter Blog, für alle, die sich mit Gesundheitsthemen beschäftigen.
Wer erst vor kurzem seinen Arbeitsplatz verloren hat, der wird sich natürlich gleich daran machen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Der Grund ist ganz einfach: Wer länger arbeitslos ist, hat schlechtere Karten, einen neuen Job zu finden, besonders wenn man schon etwas älter ist. Also nichts wie ran an die Jobsuche nach Jobs in Deutschland und im Ausland. Doch wieso sollte man auch eine internationale Jobbörse durchsuchen? Deutsche Firmen können möglicherweise auch hier Stellenangebote einstellen und Stellenangebote online stellen, außerdem kann man natürlich auch bei einer ausländischen Firma eine Bewerbung abgeben.
Arbeit finden war für Arbeitssuchende noch nie so einfach wie heute. Mittlerweile muss man nur noch nach einer Internet Jobsuche mittels Suchmaschine suchen, schon erscheinen Hunderte Einträge diverser Internetseiten. Diese zu durchforsten, lohnt sich auf jeden Fall, schließlich könnte hier ein neuer Job im Angebot sein. Egal ob man regionale Jobs sucht oder gleich auf internationaler Ebene unterwegs ist, seine Ergebnisse kann man in der Regel mittels einer Funktionen auf der Homepage ganz einfach hinsichtlich Tätigkeit und Arbeitsort einschränken, somit muss man sich nicht durch Tausende irrelevanter Stellenangebote kämpfen.
Ein interessantes Jobangebot zu finden, ist also wie bereits erwähnt, mittlerweile relativ einfach. Hat man dennoch Probleme, etwas Passendes zu finden, ist es sinnvoll, auch nach einer der „kleineren“ Jobbörse abseits der Marktführer zu suchen. Diese Jobbörse besitzen meist ein bestimmtes Profil, ein Segment des Arbeitsmarktes, auf dass sie sich spezialisiert haben. Achten sollten man dabei darauf, dass sich die Anzeigen auf möglichst viele Firmen verteilen.So erhöhen sich die Chancen, etwas Passendes zu finden. Zudem sind die Jobs in diesen Börsen teilweise besser vergütet als andere Jobangebote und Stellen, was sich letztlich auch im Geldbeutel bemerkbar macht.
Wenn hierzulande von Drogen die Rede ist, dann dreht sich die Diskussion meist um Süchtige und Suchtprävention, Organisierte und Beschaffungskriminalität oder um rechtliche Rahmenbedingungen, soll heißen: was ist erlaubt, was verboten. Lassen wir all diese Aspekte einmal außen vor, so lässt sich feststellen, dass vieles was in der so genannten ersten und zweiten Welt als Rauschmittel konsumiert wird, aus recht armen und häufig auch politisch instabilen Ländern kommt. In diesen Ländern hat der Anbau von Drogen auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion als Möglichkeit für die einfache Bevölkerung, sich ein Einkommen zu erarbeiten, dient aber auf der anderen Seite auch dazu Machtkämpfe zwischen verschiedenen Interessengruppen zu finanzieren: Guerilla, Para-Militärs, Warlords, alle verdienen mit und rüsten Dank der Einnahmen aus dem Drogengeschäft weiter auf. Insbesondere die USA ist dafür bekannt, im Gegenzug den Regierungen solcher Länder militärisch „unter die Arme zu greifen“, um ihren Kampf gegen die Drogen in den Erzeugerländern zu führen. Über diese Vorgänge ist hierzulande immer noch recht wenig bekannt, weshalb ich hier auf zwei Romane und eine Reportage hinweisen möchte.
Das erste ist ein neues Buch zum Thema Opium aus Afghanistan: „Afghanistan Dragon – über Opiumanbau am Hindukusch“. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit, das Buch selbst zu lesen, weshalb ich hier nur die Ankündigung zitieren will: „Der Schweizer UN-Drogenbeauftragte Professor Beat Hodler reist im UN-Auftrag an den Hindukusch, um den missbräuchlichen Opiumanbau in Afghanistan zu erforschen. Schon am Ausgangspunkt seiner Eruierungen in Kabul trifft er auf extreme Widersprüche, die zu entschlüsseln den Mediziner reizt, da die Behauptungen eines reichen Teppichseidenfabrikanten sinnfällig und bitter, doch dabei zugleich höchst seltsam klingen. Der Professor entschließt sich zu einem riskanten Unternehmen, gegen erhebliche Widerstände: Er zieht ins Hochgebirge nahe der Grenze zu Tadschikistan. Dort oben im äußersten Nordosten in einem kleinen Dorf lernt Hodler die Faktoren für den Mohnanbau sowie den Opiumabsatz in diesen Gebieten kennen, derweil der Dorfälteste gleichzeitig in einem Kabuler Gefängnis darüber grübelt, wer in der Hauptstadt ausgerechnet an seiner Verhaftung interessiert sein könnte. Der Professor trifft den kreativen, innovationsfreudigen Agraringenieur Khaled und dessen uneigennützige Geliebte Sanaubar, die ihren Lebensunterhalt mit dem Ritzen der Mohnkapseln verdient und sich um Shanzai kümmert, eine jugendliche Versehrte, die aufgrund eines Selbstmordattentats ihre Arme und ein Bein verloren hat, jedoch nicht ihren heiteren Lebensmut und unersättlichen Wissensdurst. Wiederholt gerät der Professor in Todesgefahr, da er argen Dunkelmännern verschiedenster Couleur begegnet, so Marodeuren, Söldnertrupps, al-Qaida-Terroristen, War Lords, Drogenbaronen, aber auch in Opiumgeschäfte verwickelten Diplomaten und Geheimdienstlern wie dem berüchtigten, sagenhaften US-Agent, der als der „weiße Ibrahim“ bekannt ist.“
Schon anhand dieser Beschreibung wird klar, dass das Thema kein einfaches ist, da zahllose Interessengruppen im Drogengeschäft mitmischen und jeder versucht, sein Geschäft zu machen. Wer sich einen Eindruck von der literarischen Qualität von Afghanistan Dragon machen will, der kann dies hier tun.
Dem amerikanischen „war on drugs“ widmet sich der Roman „Tage der Toten“ von Dan Winslow. Hauptthema des Krimis ist die Verstrickung von US-Geheimdiensten, insbesondere der CIA, in das mittelamerikanische Drogengeschäft, vor allem in Mexiko. Während offiziell ein erbarmungsloser Kampf gegen die Drogen geführt wird (Hauptheld Art Keller arbeitet für die DEA, nutzt die CIA bei Kenntnis höchster Regierungsstellen, die Infrastruktur der Drogenschmuggler für ihre eigenen Zwecke: Mit den Flugzeugen der „Federación“ werden Waffen zum Beispiel nach Honduras transportiert, um dort und im Nachbarland Nicaragua die „Kommunisten“ zu bekämpfen. Traurig an diesem Roman: Die Fakten, auf denen er basiert, sind wahr.
Während die beiden Bücher vor allem den „Thrill“ also Bandenkämpfe und Fehden zwischen Drogenhändlern und –jägern betonen, beschäftigt sich die Dokumentation „Koka, Terror und der Inkaaufstand“ mit dem Kokainanbau in Lateinamerika und dessen sozialen Strukturen. Hier verschwimmen die sonst so klaren Fronten schnell. Zum einen gehört die Kokapflanze seit Jahrtausenden zum kulturellen Erbe der Inkas. Wer würde in Mitteleuropa z.B. den Menschen den Alkohol verbieten wollen? Doch die Regierungen von Ländern wie Peru oder Kolumbien verfolgen den Anbau – auch dank finanzieller und politischer Alimentierung aus den USA – hartnäckig.
Über diesen traditionalistischen Ansatz hinaus, ist Koka oft das einzige Produkt, mit dem sich Geld verdienen lässt. Das liegt weniger daran, dass Ananas, Maniok & Co. nicht auch da gedeihen würden, wo die Rauschpflanze wächst. Das Problem ist vor allem eines logistischer Natur: Während die Drogenbanden besten ausgerüstet sind, Aufkauf und Vertrieb des Kokas zu bewerkstelligen, haben die armen Bauern kaum eine Chance, ihre legalen Produkte zu verkaufen. Wie auch, wenn der nächste Markt zig Kilometer entfernt ist, keine Straßen existieren und sich sowieso niemand Autos leisten kann. Der Staat hilft zwar bei der Umstellung der Produktion, dann lässt er die Bauern aber auf ihren Produkten sitzen.
Staatliche Macht lässt sich vor allem in Form der Armee blicken, die Guerilla und Para-Militärs bekämpft. Die Bauern stehen immer zwischen allen Fronten und werden bei diesem Kampf aufgerieben…
Man kann von dem Thema halten, was man will. Fakt ist: Die exorbitanten Gewinne mit Drogen lassen sich nur aufgrund deren Illegalität machen. Eine Legalisierung würde den mafiösen Strukturen schlagartig die Grundlage entziehen. Staaten wie Kolumbien könnten, statt im Kampf gegen die Drogen ihre Armee immer weiter aufzurüsten, in die Infrastruktur und in soziale Gerechtigkeit in ihrem Land investieren. Doch das wird wohl nicht geschehen, solange noch genügend mächtige Menschen am Drogenverkauf profitieren.
PS: Das Argument, eine Freigabe aller Drogen würde zu Chaos und Anarchie führen, hat das Beispiel Portugal widerlegt, wo Besitz und Gebrauch von Drogen – für den persönlichen Bedarf , inklusive Kokain und Heroin – im Juli 2001 entkriminalisiert wurden. Siehe hier:
Noch-Bundespräsident Wulff hat gestern ARD und ZDF ein exklusives Interview gegeben. Ich muss gestehen, dass ich keine Lust hatte, mir den inszenierten Bußgang anzuschauen. Doch schon kurze Zeit später gingen die wichtigsten Aussagen durch die Nachrichten. U.a. behauptete der böse Wulff, dass er die BLÖD-Zeitung nur um eine Verschiebung der Veröffentlichung des Artikels zu seinem Kreditunwesen gebeten hätte. Dumm nur, dass die Springer-”Journalisten” schon von Anfang an behaupteten, dass Wulff, die Veröffentlichung verhindern wollte und u.a. mit “Krieg” und rechtlichen Konsequenzen gedroht hatte. Das Dementi des Blattes folgte auf dem Fusse. Nun ist BLÖD auch nicht gerade für Seriosität bekannt und man weiß nicht so recht, wem man denn nun vertrauen soll. Aber um ehrlich zu sein: Ich glaube nicht, dass die Zeitungsenten lügen. Denn dann könnte Wulff sie verklagen und das sähe auch für solch ein mächtiges Blatt nicht so toll aus. Wie auch immer – die Causa Wulff wird wohl bald geschlossen werden und der Christian sich nach einer neuen Arbeit umschauen.
Ich bin dafür, dass wir als nächsten Bundespräsidenten Pinoccio wählen, denn dann sehen wir wenigstens sofort, ob er gelogen hat oder nicht…