Derzeit erlebt das Thema 3D-Drucker einen ungeahnten Hype. Für mich drückte sich dies zum einen im heute morgen gesendeten Feuilleton auf Deutschlandradio-Kultur aus aber auch in der Schlusssequenz der gestern auf Arte zu sehenden Dokumentation „Die wilden Wurzeln des World Wide Web“ aus, innerhalb weniger Stunden also gleich zweimal mit dem Thema konfrontiert zu werden.
Das 3D-Druckverfahren kannte ich bereits aus meiner Zeit an der Universität. Dort galt es als Möglichkeit, schnell und unkompliziert auch komplexe Prototypen z.B. Automodelle für die Windkanaltestung herzustellen (Rapid Prototyping) oder Bauteile, die es in dieser Form nicht gibt. Mittlerweile gibt es auch verschiedene andere Anwendungen, die mehr in der Konsumgüterproduktion anzusiedeln sind, wie “gedruckte“ BHs, Kleider, Schuhe…

Wie funktioniert das 3D-Drucken?

Grundsätzlich ist das 3D-Drucken kein allzu geheimnisvolles Verfahren. Man nehme einen Körper X, schneide ihn in viele dünne Scheiben und drucke dann diese Scheiben übereinander. Nimmt man z.B. einen ganz normalen Kegel, so bedeutet dies, dass (fangen wir mal sinnvollerweise am unteren Ende an) lauter immer kleiner werdende Kreise Schicht für Schicht übereinander gedruckt werden, bis zum abschließenden Punkt, der Spitze.
Das hört sich erst einmal simpel an, doch ganz so einfach ist es selbstverständlich nicht. Wichtigste Voraussetzung ist die Modellierung des zu druckenden Produktes. Bei Maschinen- und andere eher regelmäßige Teile gibt es dafür CAD-Programme, da müssen dann „nur noch“ die Daten aufbereitet werden. Wer aber z.B. einen maßgeschneiderten Schuh herstellen will, der braucht dafür u.a. einen räumlichen Scan des zu bekleidenden Fußes. Technisch ist das zwar alles möglich, bis diese Technik allerdings für jeden Kunden verfügbar ist, wird es wohl noch eine Weile dauern. Zudem ist zu erwarten, dass es dann eher Dienstleister gibt, als das jeder Konsument sich selbst so ein Gerät kauft. Hinzu kommt, dass der Scan allein noch gar nichts nützt. Der Schuh muss dann um den Fuß herum modelliert werden, was sicher einige Fähigkeiten erfordert, so einfach wie mit dem Bleistift zeichnen wird dies wohl in absehbarer Zeit auch nicht werden.
Ist dann die Vorlage einmal erstellt, geht es ans Drucken. Das funktioniert erst einmal nicht viel anders als mit Tinte auf Papier. Allerdings wird keine Tinte verwendet, sondern eine aushärtende Flüssigkeit. Das wird in den meisten Fällen ein Kunststoffgemisch sein. D.h., dass sich auf diese Weise grundsätzlich nur synthetische Materialien verarbeiten lassen. Vorstellbar sind daneben auch Stoffe, die sich in einem Lösungsmittel auflösen lassen und an der Luft (oder unter der entsprechenden Atmosphäre) zu einer festen Verbindung reagieren. So ließen sich z.B. auch metallische Körper aufbauen, die dann nachträglich durch sintern oder „brennen“ verfestigt werden könnten. Hier gilt es allerdings eine Schrumpfung zu beachten.

Individuell aber nicht massentauglich

Der Kapitalismus wird von dieser Art der Produktion sicher nicht untergehen, auch wenn dies nicht unbedingt ein Verlust wäre. Als Gründe dafür seien hier aufgeführt:

  • Es lässt sich nur ein bestimmtes Spektrum an Produkten herstellen, wer z.B. einen Ledergürtel haben will, wird sich keinen aus Kunststoff drucken.
  • Die Masse an Produkten, die benötigt werden (Schuhe, Kleidung etc.) lässt sich so mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erzeugen.
  • Die Herstellung ist schlicht und ergreifend zu teuer.

Das 3D-Drucken, das sich in den nächsten Jahren sicher noch ein ganzes Stück weiter entwickeln wird, ist das ideale Verfahren zur Herstellung von Einzelstücken. Dabei ist das Verfahren allerdings kompliziert genug, dass nicht jedermann es beherrschen wird. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein neues Dienstleistungsgewerbe herausbildet, das über die entsprechenden Geräte, Software und das Know-how verfügt und diese interessierten Kunden anbietet. Wenn die Preise auf eine bezahlbares Maß gesunken sind, kann dieses „Handwerk“ sicher auch überleben. Die Produktion von Gütern wird sich dadurch aber nur geringfügig verändern, denn sie bleibt durch die Massengüter bestimmt.

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Jeder Mensch ist von ein genetisch einzigartiges Wesen. Die moderne Medizin hat nutzt diese Einzigartigkeit, um dem Patienten bei Erkrankungen ganz zielgerichtete Untersuchungsmethoden zur Verfügung zu stellen und einen individuellen Behandlungsplan aufzuzeigen. Diese Form der Medizin wird als personalisierte Medizin bezeichnet, die Therapien werden quasi maßgeschneidert.

Eine Behandlung nach Maß

Nicht jeder Mensch ist gleich. Therapien, die bei dem einen Patienten anschlagen und zu einer Gesundung führen, können bei einem anderen die völlige entgegengesetzte Wirkung haben. Die personalisierte Medizin erfasst die Merkmale auf molekularer, zellulärer oder genetischer Ebene und bündelt diese. Das bedeutet, dass Patienten mit einem identischen Krankheitsbild einer bestimmten Untergruppe zugeordnet werden. Durch diese Typisierung versprechen sich die Mediziner eine effektivere Behandlung ihrer Patienten, denn es lassen sich so Prognosen stellen, ob eine gewählte Therapie überhaupt in Betracht kommt, ob das benötigte Medikament den gewünschten Erfolg bringt oder in welcher Höhe es dosiert werden muss. Mit Hilfe dieser genetischen Marker lassen sich gerade im Bereich der Onkologie neue Diagnose- und Behandlungswege eröffnen.

Neue Wege bei der Behandlung von Depressionen

Der Psychiater Prof. Florian Holsboer ist Leiter des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie und setzt auch beim Krankheitsbild Depression auf individuelle Medizin. Holsboer gründete gemeinsam mit Carsten Maschmeyer die HolsboerMaschmeyer NeuroChemie GmbH, die sich auf die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Depressionen und Angstzustände spezialisiert hat. Die gängigen Antidepressiva, die an Depressionen erkrankten Patienten verabreicht werden, haben zu viele Nebenwirkungen. Forscher sehen in einem maßgeschneiderten Behandlungsplan eine effektivere Methode, um schneller und zielgerichteter zu heilen. Eine Depression kann eine genetische Veranlagung haben, d.h. wenn die Vorfahren eines Menschen daran erkrankt sind, dann besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko, dass auch bei ihm die Krankheit ausbricht. Deshalb werden die Gene des Patienten unter die Lupe genommen und auf Auffälligkeiten untersucht. Doch diese neue Methodik steckt noch in den Kinderschuhen, denn so einfach wie im Bereich der Onkologie sind die Gentests hier nicht. Allerdings konnten schon vielversprechende Ansätze entwickelt werden, die eine zielgerichtete Diagnostik erlauben und damit auch die Medikamentenentwicklung wesentlich verbessern.

Genetische Marker auf dem Vormarsch

Die personalisierte Medizin ermöglicht es, für jeden Patienten einen ganz individuell zugeschnitten Behandlungsplan aufzustellen. Mit Hilfe von Gentests können zuverlässige molekulare Indikatoren für den Krankheitsverlauf erkannt und eine Entscheidung über die bestmögliche Therapie getroffen werden.

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Foodwatch sucht bereits zum fünften Mal den Goldenen Windbeutel für die “dreisteste Werbelüge” der Ernährungsindustrie. Diesmal im Visir der “Essensretter” (Selbstdarstellung) stehen “Kinder”-Produkte. Die zeichnen sich – wie schon seit Jahren – vor allem durch einen ungesund hohen Anteil an Zucker aus, mit dem die kleinen KUnden regelrecht angefixt werden.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, für wen ich stimmen soll. Allen fünf Kandidaten gehört eigentlich auf die Finger geklopft. Wer schon weiß, wer sein Favorit ist, abgestimmt werden kann HIER.

Nach einigem Hin- und Herüberlegen werde ich wohl der Kuh Paula meine Stimme geben. Vor allem wegen der aggressiven Werbung für dieses ungesunde Produkt.

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Attraktive Einspeisevergütungen waren der Anreiz für viele Eigenheimbesitzer, sich eine Solaranlage auf dem Dach des Einfamilienhauses installieren zu lassen. Leider habe ich zu lange gezögert, denn vor einigen Monaten wurden die Vergütungen heruntergefahren. Ich habe mich trotzdem für die Montage einer Photovoltaikanlage entschlossen, weil ich glaube, dass sich eine solche Anlage noch immer rentiert.

Einspeisevergütungen wurden gesenkt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert den Betreibern von Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, die Abnahme des erzeugten Stroms und regelt die Höhe der Vergütung. Die rückwirkende Anpassung der Vergütungssätze sorgte für große Verunsicherung, doch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass sich die Montage einer Photovoltaikanlage auch unter den jetzigen Bedingungen noch lohnt. Zwar werden die Vergütungssätze weiter sinken, andererseits sinken auch die Preise für die Solarmodule. Heute kosten Solarmodule deutlich weniger als 1.000 Euro pro kWp. KWp ist die Spitzenleistung in Kilowatt, die das Solarmodul unter standardisierten Testbedingungen abgeben kann. Ich nehme für meinen sonnigen Hausstandort an, dass ich pro Jahr und Wp installierter Leistung bei optimal ausgerichtetem Solarpanel knapp 1 kWh Elektroenergie gewinnen kann. Zur Zeit wird diese Energiemenge mit mindestens 15 Cent vergütet. Dieser Preis gilt für 20 Jahre. Das bedeutet, dass ich von jedem Euro, den ich für die Solarmodule ausgegeben habe, mindestens 15 Cent pro Jahr vergütet bekomme. Hinzu kommen selbstverständlich weitere Kosten (Installation, Material, Versicherung). Trotzdem ist die Anschaffung wirtschaftlich sinnvoll. Mehr kann man hier erfahren.

Solarstrom selbst nutzen

Wirklich interessant wird die Rechnung, wenn ich den erzeugten Strom selbst nutze. Die Vergütung des selbstgenutzten Stroms kann bis zu 22 Cent pro kWh betragen, wenn ich mehr als 30 Prozent des erzeugten Stromes selbst verbrauche. Um den Solarstrom weitgehend zu nutzen, muss ich meine Gewohnheiten anpassen. Elektrische Geräte mit großem Energiebedarf werde ich nach Möglichkeit bei vollem Sonnenschein anschalten. Immer wenn die Sonne scheint, werde ich in Zukunft die Waschmaschine und den Geschirrspüler anschalten oder den Elektroherd betreiben. Es wird sich lohnen, über das Speichern des Stromes nachzudenken. Vielleicht wäre sogar die Anschaffung eines Nachtspeicherofens sinnvoll? Da ich einen großen Garten besitze, brauche ich beim Eindecken mit elektrischem Strom kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. Aber trotzdem werde ich weiter sparsam Energie verbrauchen.

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„Wenn ich einmal reich wär“ …. also so richtig reich, Dagobert Duck – reich, dann würde ich ein Haus kaufen, und eine Yacht, und eine Weltreise machen. Und ein Auto kaufen. Ach was, eine ganze Halle voller Autos würde ich mir zulegen. Und ich würde etwas für die Umwelt tun. Nur noch grünen Strom kaufen und regenerative Energiequellen fördern. Und bereits während ich das schreibe, höre ich förmlich meine Kinder schimpfen: “Pseudo-Öko ! Hier den Grünen raushängen lassen und eine Halle voller spritfressender Luftverpester! “. Aber ich wäre ja reich. Also wenn Geld keine Rolle spielt …

Gibt es denn schon grüne Sportwagen?

Für sehr reche Leute gibt es ja fast alles. Der Ferrari LaFerrari soll etwas über eine Million Euro kosten. Eine genaue Preisangabe hat Ferrari nie veröffentlicht. Die limitierte Auflage von 499 Stück des 963 PS starken Supersportlers ist schon vor Produktionsbeginn ausverkauft. Bis erste Modelle auf dem Gebrauchtmarkt auftauchen, dürfte es sicher eine Weile dauern. Aber ich wäre ja reich, da muss doch was zu finden sein.

Der Porsche 918 Spyder soll ab Frühjahr 2014 für eine dreiviertel Millionen Euro zu bekommen sein. Auch hier sind laut Porsche bereits ein Drittel der geplanten 918 Autos verkauft. Da sollte ich schnell noch einen reservieren – 795 PS sind ja auch nicht zu verachten. Aber den bekomme ich ja auch frühestens im Herbst 2013. Ok, schauen wir weiter. Der Mercedes AMG SLS E-Cell und der Audi R8 e-tron als reine Elektroautos stehen auch noch nicht bei den Händlern im Weg herum. Ob der Jaguar CX-75 jemals in Serie gebaut wird, steht ebenso in den Sternen. Aber ich wäre doch jetzt gleich reich. Wirklich lieferbar ist momentan der Fisker Karma. Der hat zwar nur 408 PS, ist aber mit reichlich 100.000 Euro fast schon ein Schnäppchen.

Wie grün sind solche Elektro-Supersportler wirklich?

Das Fahrzeug an sich ist nach wie vor eine Ökosünde. Der Energieverbrauch ist extrem hoch. Egal ob die Energie vom Motor selbst, oder von einem stinkenden Kraftwerk erzeugt wird, die CO2 Werte sind unangemessen. Oft wird von einem “grünen Mäntelchen” gesprochen. Was diese Supersportler wirklich grün macht, ist der technologische Fortschritt. Viele der Neuerungen und Erfahrungen werden schon bald im Serienbau von Alltagsautos Anwendung finden. Informationen zum Thema findet man zum Beispiel hier.

Also ich würde den Porsche 918 Spyder bestellen, bis dahin den Fisker Karma fahren und hoffen, dass ich irgendwann mal einen Ferrari LaFerrari ergattern kann …. wenn ich denn reich wäre ….

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